Bodenausgleichsmasse verlegen - Tipps vom Profi

Wenn Sie Bodenausgleichsmasse verlegen, müssen Sie Einiges beachten, um eine ebene Bodenfläche für einen anschließenden Belag zu erhalten.


Um Bodenausgleichsmasse verlegen zu können, benötigen Sie eine Bohrmaschine mit Rühraufsatz, ein neues Anrührgefäß, eine Kelle oder einen Gummiwischer, gegebenenfalls einen harten Besen, Silikon für einen flachen Randstreifen oder einen anderen geeigneten höheren Randdämmstreifen. Reinigen Sie Ihre verwendeten Werkzeuge nach Gebrauch. Die Wahl des passenden Produktes richtet sich nach dem Untergrund, einer eventuell vorhandenen Fußbodenheizung, dem späteren Belag und der gewünschten Ausgleichshöhe.

 

 

Bodenausgleichsmasse verlegen - allgemeine Hinweise

  • Beachten Sie, dass Bodenausgleichsmasse nur bei Temperaturen über fünf und unter 25 Grad Celsius verarbeitet werden darf. Eine Fußbodenheizung müssen Sie bei der Verlegung und während der Trockenzeit ausschalten.

 

  • Rühren Sie immer soviel Ausgleichsmasse glatt auf niedriger Drehzahl an, wie Sie in der angegebenen Abbindzeit verarbeiten können, mögliche Reifungszeiten sind dabei zu beachten. Halten Sie sich genau an das angegebene Mischungsverhältnis und verwenden Sie dazu immer reines Leitungswasser. Wärmeres Wasser verkürzt und kaltes Wasser verlängert die Abbindzeit. Spezielle Zusatzstoffe dürfen Sie nur verwenden, wenn der Hersteller diese benennt. Sollte die Masse bereits beginnen abzubinden, können Sie diese nicht mehr verdünnen.

 

  • Um später Risse zu vermeiden, müssen Sie einen Dämmstreifen an Wänden, Pfeilern, Schornsteinen oder dergleichen verlegen. Achten Sie dabei darauf, dass die Ausgleichsmasse nicht unter den Randstreifen laufen kann. Vorhandene Dehnungsfugen im ursprünglichen Bodenbelag übernehmen Sie. Auch hier kann in einer flachen Ausgleichshöhe Silikon verwendet werden.

 

  • Einige Produkte sind sehr schnell begeh- und belegbar, aber trotzdem sollten Sie darauf achten, dass der Trocknungsprozess nicht durch Zugluft oder einer zu hohen Temperatur beschleunigt wird. Je nach gewünschtem Bodenbelag kann dieser bereits nach einigen Stunden oder am nächsten Tag aufgebracht werden. Dampfoffene (wie Naturstein, Fliesen oder Kork), dampfdichte oder feuchtigkeitsempfindliche (wie Parkett oder PVC) Beläge dürfen erst nach vollständiger Austrocknung und einer maximalen Restfeuchte von unter drei Prozent verlegt werden. Dies kann durchaus mehrere Tage dauern.

 

  • Wenn Sie eine Ausgleichsmasse im Außenbereich, im Dauerfeuchtbereich oder mit einer Ausgleichshöhe größer als 30 Millimeter anwenden wollen, verwenden Sie ein spezielles Produkt.

 

 

 

Bodenausgleichsmasse verlegen - Vorgehensweise

  • Bevor Sie beginnen, entfernen Sie Staub und bessern Sie eventuelle Risse oder Löcher im Boden aus. Eine gute Haftung erreichen Sie, wenn Sie den Boden mit einem für den Untergrund geeigneten Tiefgrund behandeln und austrocknen lassen.

 

  • Beginnen Sie mit der Bodenausgleichsmasse verlegen an der Seite gegenüber der Tür und gießen Sie gleichmäßig einen Streifen Ausgleichsmasse auf den Boden. Den nächsten Streifen tragen Sie in etwa 50 bis 100 Zentimeter Entfernung auf. Aufeinandertreffende Streifen müssen flüssig sein, damit die Übergänge glatt werden.

 

  • Mit einer Kelle oder einem Gummiwischer streifen Sie über die Ausgleichsmasse und unterstützen so die Fließeigenschaft. Mit einem harten Besen sorgen Sie für eine blasenfreie Masse. Notwendige Nachbesserungen nehmen Sie direkt bei Begehbarkeit vor. Bodenausgleichsmasse verlegen ist nach vollständiger Trocknung abgeschlossen.