Wer einen Fußboden mit einer neuen Bodenbeschichtung ausstatten möchte, muss einige wichtige Vorarbeiten auf sich nehmen. Je sorgfältiger gearbeitet wird, desto schöner ist hinterher das Ergebnis. Die Vorarbeiten sind mühselig, aber sie lohnen sich.
Bevor es losgeht
Zuerst müssen die Höhenunterschiede der Fläche gemessen und ausgeglichen werden. Jede Bodenbeschichtung braucht einen trockenen, sauberen und staubfreien Untergrund. Lose Partikel, Körner und Staub werden am besten mit einem Straßenbesen weggefegt und Risse gespachtelt. Teppichreste, Farben oder Öle werden abgeschliffen, Risse und Fugen ausgespachtelt. Lose gewordene Fliesen werden entfernt und die entstandene Unebenheit mit Reparaturspachtel oder Beton ausgefüllt.
Danach werden an den Wänden selbst klebende Randstreifen angebracht und der Boden mit einer elastischen Emulsion vorgrundiert. Der in einem Mörtelkübel gemischte Fließspachtel wird an einer Ecke ausgegossen und mit einem Gummiwischer verteilt. Eventuell entstehende Blasen können mit einem groben Besen begradigt werden. Schon nach kurzer Zeit ist die Fläche eben.
Die richtige Bodenbeschichtung dämmt den Schall
Die Trittschalldämmung kann sich durch Dämmbahnen aus Polyäthylenschaum verbessern. Der Schaum eignet sich auch als Dämmschicht bei nachträglich eingearbeiteten Estrichen oder Spanplatten, weil er Feuchtigkeit abweist. Auf alten Holzunterböden hingegen ist Polyäthylenschaum nicht geeignet. Diese Böden vertragen nur eine Dämmschicht, die Feuchtigkeit diffundieren lässt.
Um zu vermeiden, dass der Teppichboden Wellen schlägt und Falten wirft, sollten die Trittschalldämmbahnen über die ganze Fläche verklebt werden.
Ein Fliesenboden ist pflegeleicht und zeitlos
Ein Heimwerker mit Fantasie kann mit einem Fliesenboden zeitlose Kunstwerke schaffen, die haltbar und leicht zu pflegen sind. In Baumärkten werden alle Klebesysteme für das problemlose Fliesenverkleben angeboten. Wichtige Voraussetzung für einen Bodenbeschichtung mit Fliesen ist ein tragfähiger Untergrund. Teppiche oder Holzfußböden sind vergleichsweise pflegeintensiv und weniger strapazierfähig.
Terrazzo ist attraktiv und hält 50 Jahre
Terrazzo ist eine kostspielige Bodenbeschichtung, die gern in Geschäftshäusern, Flughäfen und Museen eingesetzt wird. Angeboten wird der Boden als Unterkonstruktion und obere Schicht. Der Terrazzovorsatz, die obere Schicht besteht aus Zement oder Kunstharz sowie farbigen Pigmenten,
Dekorbeläge sind schön und robust
Die attraktiven Dekorbeläge, die ganz oder teilweise aus Kunstharzen bestehen, gehören auch zu der Gruppe der strapazierfähigen Bodenbeschichtung In die Trägerschicht werden bunte Colorchips, eingestreut und sieht dann ähnlich wie Terrazzo aus. Der Bodenbelag muss danach verdichtet werden, entweder mit Epoxitharz oder Polyurethanharz.
Mit gekörntem Granit und verschiedenen Farben können Steinteppiche kunstvoll gestaltet werden. Dieses natürliche Material passt gut in Küche und Bad.