Bodenschätze: Schon immer ein Grund für Kriege

Ein trauriger Entwicklungswandel in unserer Gesellschaft. Der Kampf, um Bodenschätze nimmt weitgehend zu.


Betrachtet man den historischen Verlauf in unserer Welt, werden viele verschiedene Gründe für Kriege ersichtlich. Zu nennen sind nur einige hauptsächliche Gründe: Ethnische Konflikte, religiöser Fanatismus, Nationalismus, Imperialismus und der Kampf um Ressourcenreichtum. Früher waren die zentralen Ursachen von Kriegen religiöser Fanatismus, Nationalismus und Imperialismus. Heute werden meist Kriege geführt, um einen wirtschaftlichen Vorteil zu erzielen, damit ist ein Reichtum an Bodenschätze gemeint. Sie vergrößern Kapital und Macht eines Landes.

Es hat sich ein Entwicklungswandel vollzogen
Als Bodenschätze versteht man im Allgemeinen alle mineralischen Rohstoffe (außer Wasser), die auf der Erde als natürliche Ansammlungen vorkommen, wie Öl, Gas, Kohle, Lithium und so weiter. Zur Aufrechterhaltung unserer technischen Gesellschaft werden immer mehr Rohstoffe benötigt beziehungsweise der Verbrauch an Rohstoffen steigt. Da jedes Land nur begrenzt Bodenschätze zur Verfügung hat, sind Länder zur Erhaltung ihrer wirtschaftlichen Position und Vermeidung von Ressourcenmangel gezwungen, andere Länder nach mineralischen Rohstoffen zu erkunden. Die Angst vor Ressourcenmangel und die Technisierung als Folgen vom Kapitalismus sind die Ursachen für den Krieg, um mineralische Rohstoffe.

Bei heutigen Kriegen geht es primär um Bodenschätze
Man denke an den Afghanistankrieg, wo sich während Ende der Kriegsphase herausstellte, dass Afghanistan ein Rohstoffvorkommen im Wert von einer Billionen Dollar hat. Vor allem Lithium ist ein wichtiger Rohstoff für unsere heutige Gesellschaft (aus Lithium stellt man Akkus her), besitzt Afghanistan ausreichend. Ein weiteres Land, welches reich an Bodenschätzen ist, ist die Arktis. Durch den Klimawandel wird eventuell bald viel Eis am Nordpol geschmolzen sein, sodass die Rohstoffe, die das Land besitzt, dann zugänglich sind. Die Arktis besitzt rund 90 Milliarden Barrel an Öl sowie 44 Milliarden Kubikmeter an Flüssiggas, damit wäre die „Postmoderne-Welt“ drei Jahre lang versorgt. Anspruch auf die Arktis erheben die Länder Kanada, Dänemark, Russland, die USA und Island. Es herrscht jetzt schon Uneinigkeit über die jeweilige zustehende Menge an Rohstoffen. So schickte Russland im Jahre 2007 das Forschungsschiff „Akademik Fjodorow“ zur Erforschung der Rohstoffmenge sowie der Gebietssicherung mittels Fahne in die Arktis. Forscher befürchten nach dem Auftauen der Arktis nicht nur meteorologisch-geologische Probleme, sondern auch einen eiskalten Krieg um Erdbodenschätze.