Bodenseezulassung: Erwerb und Kosten

Mit dem eigenen Wasserfahrzeug auf dem Bodensee: über die Bodenseezulassung sowie dessen Erwerb und die Kosten.


Für das Fahren des eigenen Wasserfahrzeuges auf dem Bodensee verlangt das Landratsamt vom Bodenseekreis eine Registrierung oder Zulassung. Ausgenommen von dieser Pflicht sind: Rennruderboote und Paddelboote. Eine Registrierung ist möglich für Segelboote ohne Motor und Ruderboote, die länger als 2,5 Meter sind. Bei der Registrierung wird eine Bootsausweiskarte erstellt, die ab Ausstelldatum sechs Jahre gültig ist. Die Registrierung eines zulassungsfreien Fahrzeugs für den Bodensee, sowie die Erteilung eines amtlichen Kennzeichens kosten bislang 18,00 Euro. Fahrzeuge mit Maschinenantrieb, Segelboote mit Motor oder Wohn-, Koch- und Sanitärausrüstung verlangen eine Bodenseezulassung.

Der Erwerb einer Bodenseezulassung ist etwas aufwändiger
Es muss ein Antrag auf Zulassung beim Landratsamt vom Bodenseekreis gestellt werden. Der Antrag ist auf der Homepage des Landratsamts downloadbar. Dabei sind bestimmte Dokumente zusätzlich einzureichen, damit die Richtlinien der Bodensee-Schifffahrts-Ordnung (BSO) und die Europäischen Sportbootrichtlinien (EU-Sportsboot-Richtlinie) – welche für Boote ab dem Baujahr von 1998, nicht aber für die Boote vor 1998 gilt – eingehalten werden. Der zentrale Faktor bei der Bodenseezulassung ist jedoch die Kilowatt-Leistung des Ottomotors (Viertaktmotor) des Boots.

Zweitaktmotoren sind nicht mehr auf dem Bodensee erlaubt
Boote mit einer Leistung von 74 kW müssen bestimmte Grenzwerte der BSO (Stufe 1, 2) oder die EU-Sportboot-Richtlinie für Otto-Motoren erfüllen. Den Nachweis über die Einhalten dieser Grenzwerte erfolgt mittels der Vorlage eines Abgastypen-Prüfzertifikates (Erteilt vom Hersteller des Motors) oder einer CE-Konformitätserklärung (Kennzeichnung der grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen vom Hersteller mit Sitz in der Europäischen Union). Ist das Boot mit einem Ottomotor mit einer Leistung über 74 kW ausgestattet oder besitzt es einen Dieselmotor, muss es nur die Grenzwerte der  BSO (Stufe 1, 2) erfüllen. Der Nachweis erfolgt auch hier mittels Abgastypen-Prüfzertifikats. Nach Einreichung des Antrags auf Zulassung werden Tauglichkeit, Betriebssicherheit sowie Ausrüstung des Fahrzeugs von der Behörde überprüft. Ort und Zeit legt die Behörde fest. Das Boot hat sich während der Untersuchung auf dem Wasser zu befinden, gegebenenfalls wird auch eine Probefahrt verlangt. Die Kosten für eine Bodenseezulassung sind vom jeweiligen Modell des Boots abhängig.
Generell ist mit etwa 43,00 Euro aufwärts zu rechnen.