Botanischer Name: Sansevieria
Allgemeines
Diese sehr langsam wachsende Wüstenpflanze ist im tropischen Afrika beheimatet und wird auch Schwiegermutterzunge genannt. Es handelt sich um aufrecht wachsende immergrüne wasserspeichernde Pflanzen, sie gehören zu den Mäusedorngewächsen. Bogenhanf besteht aus stiellosen aufrecht stehenden Laubblättern, die zusammen eine Rosette bilden. Die dunkelgrünen Blätter sind hellgrün fleckig oder streifig gemustert und schwertförmig. Auch wenn der Bogenhanf nur sehr langsam wächst, wird er auch mehrere Meter hoch. Die als Zimmerpflanze übliche Sansivieria trifasciata wird etwa 1,50 Meter hoch. Es kommt nur selten zur Blüte. Manchmal aber, meist im Frühjahr, bilden sich gerade bei älteren Pflanzen kurze Stiele mit weißen kleinen Blüten, die stark duften.
Standort
Da es sich um einen Wüstenbewohner handelt, hält der Bogenhanf erwartungsgemäß auch nicht optimale Bedingungen sehr gut aus, ohne Schaden zu nehmen. Der naturgemäß beste Standort ist aber ein sonniges, helles Plätzchen, gerne auch mit praller Mittagssonne. Das Einzige, was hier zu beachten wäre, ist, dass die Temperatur nicht unter 15 Grad Celsius fällt und die Pflanze nicht ständigem Zug ausgesetzt ist. Stark geheizte Räume im Winter und sonst normale Zimmertemperaturen, sind hingegen vollkommen in Ordnung.
Pflege
Bogenhanf braucht nur wenig Feuchtigkeit. Gießen sollte man nur nach einer Fingerprobe, wenn der Boden trocken ist. Besprühen ist komplett unnötig. Umgetopft muss immer dann werden, wenn der Topf sichtbar zu klein geworden ist. Dabei ist zu beachten, dass die Pflanzen, vor allem je größer sie werden, ein beachtliches Gewicht erreichen, sodass ein Kunstofftopf meist nicht ausreicht, um diesem standzuhalten. Dünger, am besten Kakteendünger, muss auch nur recht sparsam angewendet werden, also alle vier Wochen eine Portion verdünnten Flüssigdünger im Gießwasser.
Vermehrung
Jede erwachsene Pflanze kann man einfach in der Mitte trennen, um zwei zu erhalten. Ansonsten kann man Blattstecklinge großziehen. Dazu schneidet man ein gesundes Blatt quer in ungefähr 5 Zentimeter lange Stücke, die man schließlich so einpflanzt, wie sie gewachsen sind. Die Bodentemperatur muss aber 25 Grad Celsius betragen.
Schädlinge und Krankheiten
Durch das robuste Wesen von Bogenhanf sind eigentlich keine Erkrankungen noch Schädlingsbefall zu erwarten. Der einzige gravierende Fehler ist das Übergießen der Pflanze, was schnell zu Wurzelfäule führen kann. Meist kann sich die Pflanze davon nicht mehr erholen. Braune Blattflecken könnte ein Indiz hierfür sein. Ansonsten könnte bei Bogenhanf-Sorten mit gestreiften Blattmustern beim Auftreten von Blässe zu wenig Sonne im Spiel sein.