Bogenhanf: Merkmale und Pflegetipps

Werden einige Sachen beachtet, gedeiht der Bogenhanf auch auf Ihrer Fensterbank und lässt sich einfach und unkompliziert vermehren.


Der Bogenhanf (Sansevieria), manchmal auch Schwiegermutterzunge genannt, erhielt seinen Namen über die in den Blättern enthaltenen haltbaren aber biegsamen Fasern. Diese konnten zu Bogensehnen verarbeitet werden. Der Name Schwiegermutterzunge rührt wahrscheinlich von den zungenförmigen Blättern her, die teils einen harten, mitunter leicht scharfen Rand und eine ausgeprägte Spitze besitzen, an der man sich stechen kann.
Sansevierien sind eng mit dem Drachenbaum (Dracaena) verwandt. Die Blätter sind fleischig, aufgerichtet und häufig panaschiert, also mit helleren Blattzeichnungen versehen. Die Pflanzen bilden dicke Rhizome (unterirdisch wachsende Sprosse von denen aus die Blattrosetten an die Oberfläche kommen) und bilden dichte Horste.
Der Bogenhanf gehört zu den sukkulenten Pflanzen, die in ihren Blättern oder auch im Spross Wasserspeicher anlegen. Daher wirken die aufrecht wachsenden Blätter der Pflanze dick und fleischig. Blüht der Bogenhanf, erscheint in der Blattrosette meist ein hoher Stängel, an dem die Blüten ährig, traubig oder rispenartig angeordnet sind. Die Blütenfarbe ist meist weiß, mit gelblichen, grünlichen oder ins rosa gehenden Schattierungen.
Die Pflege des Bogenhanfs ist nicht aufwendig und gelingt auch Anfängern meist gut.

Standort und Licht
Der Bogenhanf liebt helle, sonnige Standorte, gerne auch mit direkter Sonneneinstrahlung. An die sollte man die Sansevieria allerdings nach dem Kauf erst einmal langsam gewöhnen, damit es nicht zu Blattverbrennungen kommt. Auch wenn die Pflanze aus dem Halbschatten in die direkte Sonne umgestellt wird, ist eine Gewöhnungsphase gut. Im Halbschatten gedeiht der Bogenhanf ebenfalls, allerdings verlieren dort die Sorten mit schön panaschierten Blättern häufig ihre Blattzeichnung.
In den Wintermonaten können die Pflanzen im Zimmer verbleiben, brauchen aber, besonders wenn sie über der aufgedrehten Heizung überwintern, besonders dringend möglichst viel Licht.

Erde, Umtopfen und vermehren
Der Bogenhanf liebt lockere, wasserdurchlässige Erde oder Erde-Sand Gemische. Handelsübliche Kakteenerde ist also auch für die Sansevierien gut geeignet.
Die unkomplizierte Pflanze lässt sich allerdings auch in normaler Blumenerde kultivieren.
Hier muss aber darauf geachtet werden, dass diese Erde länger in der Lage ist Wasser zu speichern und der Bogenhanf daher nicht so oft gegossen werden sollte.
Die Pflanze sollte umgetopft werden, wenn der Topfballen gut durchwurzelt ist oder wenn die neuen Blattrosetten drohen den Topf zu sprengen. Bei dieser Gelegenheit kann man den Bogenhanf auch leicht vermehren. Dafür muss man nur einzelne Blattrosetten mit einem Stück Rhizom aus dem Horst heraustrennen und in einen neuen Topf umpflanzen.

Gießen und Düngen
Da der Bogenhanf als sukkulente Pflanze in der Lage ist Wasser zu speichern, braucht er nicht so häufig gegossen zu werden. Am besten stellt man den Blumentopf für ein paar Stunden in eine Schale mit Wasser, bis sich die Erde gut vollgesogen hat. Das überschüssige Wasser sollte anschließend abtropfen, da sich sonst Staunässe ergeben kann die zu Wurzelfäule und zum Absterben der Pflanze führt. „Nasse Füße“ mag der Bogenhanf auf keinen Fall
Gießt man die Pflanze mit einer Gießkanne, sollte man darauf achten, kein Wasser in die Blattrosette laufen zu lassen. Auch das kann zu Fäulnis führen.
Erst wenn die Erde wieder ausgetrocknet ist, muss erneut gegossen werden.
Düngen kann man den Bogenhanf zwischen März und September monatlich mit Kakteendünger in halber Konzentration. Im Rest des Jahres genügt eine Düngergabe alle 8 Wochen.

Tiergiftigkeit
Halten sie Katzen, Hunde oder andere Kleintiere wie Hasen, Meerschweinchen oder Hamster sollten sie diese allerdings von ihrem Bogenhanf fernhalten. Er enthält für diese Tierarten giftige Stoffe (Saponine).