Bonitätsprüfung bei Baufinanzierungen

Auch bei der Vergabe eines Baukredit wird die Bonität des Kreditnehmers geprüft. So funktioniert die Ermittlung der Bonität.


Die Bonität, die Kreditwürdigkeit des Kunden, ist die wichtigste Voraussetzung für die Kreditvergabe. Sie gibt darüber Aufschluss, ob die monatlichen Raten für einen Kredit gezahlt werden können.
 
Die Bank ermittelt die Bonität mithilfe einer Einnahmen- und Ausgaben-Rechnung. Darin wird sämtliches verfügbares Einkommen wie Gehalt, Kindergeld und Rente berücksichtigt. Aber auch alle Ausgaben fließen mit ein. Miete, Betriebskosten, Lebenshaltungskosten, Raten für weitere Kredite, Sparraten und Beiträge für Versicherungen werden hier erfasst. Für einige Faktoren, wie beispielsweise die Lebenshaltung oder die Hausnebenkosten, setzt die Bank pauschale Kosten an. Für alle anderen Aufwendungen muss der Kreditnehmer Nachweise erbringen. Diese werden in der Regel bereits mit dem Kreditantrag vorgelegt.
 
Als Lebenshaltungspauschale, die die Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung und Telefon decken soll, werden für die erste Person 650 € berechnet. Für jede weitere Person, auch für Kinder, veranschlagt man 200 €. Die Nebenkosten für das Haus werden pauschal mit 1,50 € pro Quadratmeter angesetzt. Der Kunde gilt in der Regel als kreditwürdig, wenn von seinen Einnahmen nach Abzug aller Ausgaben ein Überschuss bleibt, der ausreicht, um die Kreditrate zu zahlen.