Bootsbauer: Ein Ausbildungsberuf nicht nur für Nordlichter

Deutsche Bootsbauer haben weltweit einen guten Ruf und verdienen mit den von ihnen gebauten Segelbooten und Yachten gutes Geld.


Bootsbaubetriebe gibt es nicht nur an den Küsten von Nord- und Ostsee, sondern auch an den Binnenseen bis tief hinab nach Bayern. Bootsbauer ist ein attraktiver und anspruchsvoller Lehrberuf, der junge Menschen fordert und bei handwerklichem Geschick viele Möglichkeiten erschließt. Bootsbauer ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit einem staatlich vorgeschriebenen Berufsbild. Der Bootsaubere baut nicht nur Sportboote, sondern auch Nutzfahrzeuge für alle Betriebszweige und ist für den Innenausbau verantwortlich. Dabei montiert er technische Geräte wie Steuerungsanlagen und die Antriebsaggregate und verarbeitet unterschiedliche Werkstoffe wie insbesondere Holz, Kunststoff und Metall. Daneben ist er für die Wartung und Reparatur solcher Wasserfahrzeuge zuständig und unterhält für die Sportschifffahrt so genannte „Marinas“.

Vom Auszubildenden im Bootsbau wird handwerkliches Geschick erwartet
Der Zugang zum Lehrberuf Bootsbauer ist mit allen vorstellbaren Schulabschlüssen möglich. Von den jungen Auszubildenden wird handwerkliches Geschick und Gespür erwartet. Die Ausbildungszeit ist mit 3,5 Jahren ungewöhnlich lang. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte im Rechnen und Zeichnen gut sein. Freie Ausbildungsplätze können über die örtliche Handwerkskammer erfragt werden. Mit dem vom einem Meister mit Ausbildereignung geführten Ausbildungsbetrieb muss der angehende Handwerker einen Ausbildungsvertrag schließen, der bei der örtlichen Handwerksammer registriert wird. Der Berufsschulunterricht findet meist Blockweise und zentralisiert statt, da es an den wenigsten Bildungszentren Fachklassen gibt. Unterrichtet werden allgemeinbildende und berufskundliche Fächer.

Abschlussprüfung für Bootsbauer vor der Handwerkskammer
Die Abschlussprüfung legt der junge Handwerker vor der Handwerksammer ab. Sie gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Die Ausbildungsbetriebe stellen ihre tüchtigsten jungen Mitarbeiter in einem bundesweiten Berufswettkampf vor. Dabei werden immer wieder beachtliche Ergebnis erzielt. Der Bootsbauer-Azubi erhält mit den Lehrjahren steigende Ausbildungsvergütung laut Tarifvertrag. Der spätere Verdienst des Bootsbauer-Gesellen richtet sich nach einschlägigen Tarifen. Dabei kann er von zufriedenen Kunden Trinkgelder erwarten. Es gibt vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten, wie etwa zum Hafenmeister in einem Sportboothafen. Er kann in größeren Betrieben nach entsprechender Weiterbildung auch Werkmeister werden. Fremdsprachenkenntnisse helfen bei der beruflichen Weiterentwicklung. Für die ist es förderlich, sich mit den Zoll- und Steuervorschriften vertraut zu machen.