Bootsbauer - ein Ausbildungsberuf

Bootsbauer ist ein attraktiver und anspruchsvoller Lehrberuf, der junge Menschen fordert und viele Möglichkeiten erschließt.


Deutsche Bootsbauer haben weltweit einen guten Ruf und verdienen mit den von ihnen gebauten Segelbooten und Yachten gutes Geld. Solche Betriebe gibt es nicht nur an den Küsten von Nord- und Ostsee, sondern auch an den Binnenseen bis tief hinab nach Bayern. Die Handwerker stellen alle Arten von Booten her – Sportboote und Nutzfahrzeuge für die Fluß-, See- und Binnenschifffahrt. Sie fertigen Bauteile an und setzen diese zum Bootskörper zusammen. Bei größeren Booten bewerkstelligen Bootsbauer auch den Innenausbau, montieren technische Geräte (zum Beispiel Ruderanlagen oder Antriebsaggregate) und stellen das Deck, die Deckaufbauten und die Masten her. Verarbeitet werden dabei unterschiedliche Werkstoffe, insbesondere Holz, Kunststoff und Metall.

Bootsbauer übernehmen viele Aufgaben zum Nutzen der Bootsbesitzer

  • Neben dem Neubau von Booten übernehmen Bootsbauer Wartungs-, Instandhaltungs-, Reparatur- und Umbauarbeiten. Sie kümmern sich um den Transport und die fachgerechte Lagerung der Boote im Winter.
  • Dank der vielen Bootstypen bekommt jeder Bootsbesitzer sein Vergnügen nach Wunsch – dafür garantiert der Bootsbauer. Er konstruiert und führt sämtliche erforderlichen Arbeiten aus, vom Bau des Rumpfes bis zur Kajüte. Es wird auch in Gestaltungsfragen Kompetenz erwartet.
  • Welche Werkstoffe verwendet werden, richtet sich nach dem Einsatz des Bootes beziehungsweise nach den Anforderungen an das Boot. Be- und verarbeitet werden Holz, Metall, Kunststoffe und verschiedene Verbundwerkstoffe in den entsprechenden Techniken. Egal, welcher Bootstyp gebaut wird, geltende Sicherheitsregeln sind auf jeden Fall einzuhalten.

Vom Auszubildenden wird handwerkliches Geschick erwartet

  • Der Zugang zum Lehrberuf Bootsbauer ist mit allen vorstellbaren Schulabschlüssen möglich, von den jungen Auszubildenden wird allerdings handwerkliches Geschick und Gespür erwartet. Die Ausbildungszeit ist mit 3,5 Jahren ungewöhnlich lang.Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte im Rechnen und Zeichnen gut sein.
  • Freie Ausbildungsplätze können über die örtliche Handwerkskammer erfragt werden. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es in Bootsbaubetrieben, Werften, in der Zulieferindustrie für den Bootsbau und im Bootsverleih.
  • Mit dem Ausbildungsbetrieb muss der angehende Handwerker einen Ausbildungsvertrag abschließen, der bei der örtlichen Handwerkskammer registriert wird. Der Berufsschulunterricht findet meist blockweise und zentralisiert statt, da es an den wenigsten Bildungszentren Fachklassen gibt. Unterrichtet werden allgemeinbildende und berufskundliche Fächer.
  • Die Abschlussprüfung legt der junge Handwerker vor der Handwerkskammer ab. Sie gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Die Ausbildungsbetriebe stellen ihre tüchtigsten jungen Mitarbeiter in einem bundesweiten Berufswettkampf vor.