Ein jedes Schiff besitzt eine Bordwand, die es davor schützt, dass Wasser in das Innere eindringt. Ebenso wird es dadurch vor Schäden bewahrt. Neuere Wände sorgen auch dafür, dass es von Bewuchs befallen wird.
Einsatz in verschiedenen Gewässern
Die Bordwand wird für jeden Schiffstyp speziell angefertigt, um optimal in ihrer Aufgabe zu funktionieren. Normal umgibt die Wand das ganze Schiff gleichmäßig, wobei der Bug (der vordere Schiffsteil) eine etwas höhere hat, um Wellen abzuhalten. Eisbrecher haben eine spezielle Stärke der Außenhaut. So kommt es, dass es viele verschiedene Verfahren des Baus gibt, wo unterschiedliche Beschichtungen und Fasern zum Einsatz kommen. Die gängigste Aufbauart ist so gut wie immer dieselbe.
Aufbau einer Normalen Außenwand
Zu erst wird eine Negativform der Schiffshülle gebaut, aus der die Bordwand später einsteht. Als erstes wird in diese Form eine dünne Schicht aus Harz, Styrol, Kieselsäure und Farbpaste gespritzt, das sogenannte Gelcoat. Die nicht mehr als 0,3 mm dicke Schicht dient später als äußerste Schicht. Das Gelcoat ist abriebfest und kann alle darunter befindlichen Schichten schützen. Als nächstes wird eine Laminatschicht aufgetragen. Dieses Laminat kann je nach Bedarf 0,5 bis zu 100mm dick sein. Hierfür werden Glasfasern in Polyesterharz getaucht und zu dem Laminat verarbeitet. So wird es sehr fest und sehr stabil. Dieses Laminat wird dann schließlich versiegelt, entweder wieder mit Gelcoat oder einfach nur lackiert. Soweit ist die Bordwand fertig.
Spezielle Beschichtungen
Für den Bereich, der unter dem Wasser liegt, wird noch eine spezielle Sperrschicht aufgebracht, die dafür sorgt, falls doch Feuchtigkeit durch das Gelcoat dringt. Diese Sperrschicht besteht meist aus Teerepoxi. Diese Sperrschicht ist zeitgleich als Antifouling tätig. Das Antifouling ist dazu gedacht, dass sich an der Bordwand keinerlei Bewuchs bilden kann und die Außenhaut frei bleibt. Aber auch hier gibt es je nach Einsatzgebiet unterschiedliche Stoffe. Sind alle Schichten bereit, ist die Wand einbaufertig. Nach einigen Jahren jedoch kommt es vor, dass das Gelcoat abgenutzt ist und nicht mehr gut aussieht. Hier wird eine Speziallackierung genutzt, um die Fehler zu beheben.
Letztendlich ist es so das, bis auf einige Ausbesserungsarbeiten, jedes Schiff ihr ursprüngliches Gelcoat bis zur Stilllegung besitzt.