Boxdummy oder Boxsack - Vor- und Nachteile

Boxdummy, klein, praktisch und günstig, jedoch nicht unbedingt ein wirklicher Konkurrent zum herkömmlichen Boxsack, der eine professionelle Schlag- und Tritttechnik ermöglicht


Wer sich im Boxtraining übt, braucht die passende Ausrüstung dazu, beispielsweise einen Boxdummy oder einen handelsüblichen Boxsack. Je nach Belieben und ambitionierten Trainingszielen sollte man sich vor dem Kauf der Trainingsgeräte darüber im Klaren sein, was man genau bevorzugt. Fakt ist, dass, mal abgesehen für welches Gerät man sich entscheidet, der Boxsport neben Kraft- und Muskelaufbau die Ausdauer trainiert und für Fitness sorgt.

Unterschiede Boxdummy und Boxsack

  • Ein Boxdummy ist eine Boxanlage, beziehungsweise ein Gerät, welches fest ist und einen Standfuß hat. Den Boxdummy kann man mit Sand, Wasser oder Steinen füllen. Es hat entweder die Form eines Zylinders oder stellt den menschlichen Oberkörper dar, mitsamt den vitalen Schwachstellen.
  • Der Oberkörper besteht aus strapazierfähigem PU-Material, das bei jedem Boxschlag nach hinten federt und automatisch zurückfedert. Die Federspannung ist hierbei einstellbar. Ein Boxsack ist ein handelsüblicher Sandsack, der ein hohes Gewicht hat. Man hängt ihn meist auf und kann diesen mit Sand, Wasser oder Kies füllen. Boxen an einem Boxsack ist eher die ursprüngliche, herkömmliche Variante und wird dem Boxdummy bevorzugt.

Vor- und Nachteile von Boxsack und -dummy

  • Zum einen kann man, das Design betreffend, sich ein individuell passendes Boxdummy- Modell aussuchen. Das Sortiment reicht hierbei von aufblasbaren Zylindern bis hin zu gewöhnlichen Gummi-Figuren. Für jeden Geschmack ist also etwas dabei.
  • Außerdem ist ein Boxdummy günstiger als ein handelsüblicher Boxsack. Er ist klein, platzsparend und muss nicht montiert werden. Daher ist er auch infolgedessen gut für (Miet-)Wohnungen geeignet. Des Weiteren ist die Höhe individuell einstellbar (zwischen 165 cm bis zu 195 cm) und kann somit an die unterschiedlichen Körpergrößen angepasst werden.

Boxdummys beinhalten jedoch auch einige Nachteile

  • Da die Gummi-Figuren klein sind und sich auf den Oberkörper mit den vitalen Punkten konzentriert, kann man meist nur gezieltes Techniktraining ausüben und hat keinen vollen Körpereinsatz. Ebenfalls hält solch eine Gummifigur nicht viel Gewicht aus, man kann also nicht kraftvoll dagegen schlagen. Vor allem die günstigsten Modelle bieten nicht genug Widerstand und sind nicht besonders für Erwachsene geeignet.
  • Außerdem geht bei der Befüllung dieser Gummifigur mit Zement die Mobilität verloren und das Material fühlt sich meist viel zu hart an. Neben viel Trainingslärm; einem dicken Standfuß, der nahes Arbeiten behindert und der dazu noch zusätzlich für den festen Halt mit Zement befestigt werden muss, hat ein solches Boxgerät hohe Qualitätseinbußen und geht relativ leicht kaputt.
  • Ein Boxsack hingegen bewegt sich besser und lässt realistischere Beinarbeit zu (raus und reingehen, seitlich wegsteigen, wenn der Boxsack zurückkommt), ist also für ein professionelles Training besser geeignet. Bei einem langen Boxsack, können des Weiteren tiefe Schritte trainiert werden (somit Schlag- und Tritttraining möglich).
  • Außerdem kann sehr nah an dem Boxsack trainiert werden und man hat im Allgemeinen ein intensiveres Trainingsgefühl. Negativ ist jedoch, dass ein Boxsack von der Räumlichkeit abhängt und nicht in jeder (Miet-) Wohnung platziert werden kann. Außerdem ist ein Boxsack teuer und kostet circa 200 bis 450 Euro.