Bräuche bei der Porzellanhochzeit - eine Übersicht

Zum 20-jährigen Ehejubiläum wird von vielen Paaren ein rauschendes Fest gefeiert – inklusive einiger volkstümlicher Bräuche bei der Porzellanhochzeit


Ist ein Paar schon 20 Jahre lang verheiratet, hat es zumeist bereits etliche Höhen und Tiefen zusammen durchgestanden und darf deshalb nun ausgelassen feiern. Und die Bräuche bei der Porzellanhochzeit lassen jedes Fest zum großen Erfolg werden. Da der Volksmund behauptet, dass während diverser Unstimmigkeiten mit Sicherheit bereits einiges an „Porzellan zerschlagen“ wurde, nehmen diese Bräuche bei der Porzellanhochzeit auf diesen Umstand Bezug.

 

 

Bräuche bei der Porzellanhochzeit: Interpretation

  • In 20 Jahren Ehe gibt es fast überall jede Menge Streit, bei dem auch Porzellangeschirr Sprünge bekommt oder gar zu Bruch geht, so der Volksmund: im tatsächlichen Sinne, wenn man dieses im Zuge einer Auseinandersetzung wütend auf den Boden oder dem Partner hinterher wirft, im übertragenen Sinne, wenn man die Beziehung mit dem Porzellan gleichsetzt.

 

  • Ein weiterer Hintergrund der Namensgebung ist, dass Porzellan zwar zerbrechlich, aber dennoch, verglichen mit Glas, fest und stabil ist, so wie es die Ehe nach so langer Zeit sein sollte. 

 

  • Sie sagt außerdem aus, dass die Partnerschaft auch im Alltag nichts an Glanz verloren haben dürfte, aber dennoch stets gepflegt werden muss – wie edles Porzellan eben, damit es keine Risse bekommt. Und die Bräuche bei der Porzellanhochzeit stehen alle im Zusammenhang mit diesen volkstümlichen Weisheiten.

 

Bräuche bei der Porzellanhochzeit: So wird das Fest zum Erfolg

  • Es gibt folgende Bräuche bei der Porzellanhochzeit: Wer so lange durchgehalten hat, heißt es scherzhaft, sollte neues Porzellan bekommen und dieses auch sofort einweihen. Oft werden dazu Kränze in Herzform gebunden, in welche man das neue Geschirr einarbeitet.

 

  • Ist eine Ehe nach Aussage des Paares völlig problemlos verlaufen, kann am Tag des Jubiläums eine alte Suppenschüssel aus Porzellan zerschlagen und durch eine neue ersetzt werden. Damit wird demonstriert, dass das Stück zwar noch heil war, aber bereits etwas verbraucht aussieht. 

 

  • Die neue Suppenschüssel ist ein Symbol dafür, dass sich die finanzielle Situation des Paares längst entspannt hat, und man sich ein teures Stück Porzellangeschirr nun leisten kann.

 

  • Ein weiterer der Bräuche bei der Porzellanhochzeit ist es, dem Partner einen Porzellanelefanten zu überreichen, was bedeutet, dass dieser sich in Zukunft nicht mehr verhalten soll „wie ein Elefant im Porzellanladen“.