Brei- und Beikost einführen

Neben leckeren Breien kann man auch Beikost einführen.


Was ist Beikost?
Beikost sind all jene Lebensmittel, die das Baby im ersten Lebensjahr neben der Muttermilch oder der künstlichen Säuglingsmilchnahrung erhält. Diese ist in flüssiger, fein pürierter, gekochter oder roher Form erhältlich. Diese unterschiedlichen Konsistenzen sollen dem noch unerfahrenen Kind die Nahrungsaufnahme erleichtern. Denn das Baby besitzt noch keine Zähne und hat noch keinerlei Übung mit dieser Form der Nahrungsaufnahme. Beikost ist in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen, die auf das jeweilige Alter abgestimmt sind, erhältlich.

Beikost einführen
Experten sagen, dass man zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat Beikost einführen kann.  Zu einem früheren Zeitpunkt ist es nicht nur äußerst unvernünftig, sondern kann auch das noch nicht ausgereifte Immunsystem des Babys vor große Belastungen stellen. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber die sind selten gesät. Eltern können aber, bei genauer Beobachtung, erkennen, wann ihr Kind für festere Kost bereit ist. Im vierten Monat erlischt der Saugreflex, die Saugphase geht nun zu Ende. Das Baby lutscht zunehmend auf seinen Händen herum, steckt sich Dinge oder Nahrung selbstständig in den Mund und speichelt alles in seiner näheren Umgebung ein. Zudem können aufmerksame Eltern wahrnehmen, dass die Augen des Kindes dem Löffel oder der Gabel folgen, wenn es andere Personen essen sieht. Auch zeigt das Baby ein anhaltendes Still- oder Flaschenbedürfnis, das sich nicht durch einen Wachstumsschub, äußere Einflüsse, Zahnen oder eine Krankheit erklären lässt.
Wenn das Baby aufrecht sitzen kann, ist es physiologisch in der Lage, feste Nahrung sicher zu schlucken. Darm und Nieren sind nun bereit für festere Nahrung. Auch die psychomotorische Entwicklung ist nun so weit vorangeschritten, dass das Kind in der Lage ist, festere Lebensmittel zu beißen und zu kauen. Wenn der Zungenstreckreflex (auch Zungenschiebereflex) – hierbei wird alles, was nicht flüssig ist, sofort wieder aus dem Mund geschoben – langsam verloren geht, kann über eine Umstellung auf Beikost nachgedacht werden.