Breitbandlautsprecher vs. Mehrwegsysteme

Ob zwischen dem Hören mit Breitbandlautsprechern und dem Gebrauch von Mehrwegsystemen wirklich Welten liegen, erfahren Sie hier


Lautsprecher und Lautsprecher-Systeme sind aus dem modernen Alltag nicht mehr weg zu denken. Dabei gehören sie erst seit rund achtzig Jahren zu unserer Umwelt. Wer bis dahin in Parlamenten oder Volksversammlungen etwas mitteilen wollte, musste eine kräftige Stimme haben. Breitband kennen wir vom Fernsehen und besonders aus der Telekommunikation. Aber auch bei den Lautsprechersystemen gibt es inzwischen Breitbandlautsprecher. Die sollen Anbietern zufolge ein Hörerlebnis bieten, das „süchtig“ mache.

Mit Breitbandlautsprechern wurde ein Hörsystem entwickelt, das den ganzen hörbaren Frequenzbereich abdeckt.
Mit dem Aufkommen von Rundfunk und Schallplatten vor rund neunzig Jahren wurden erstmals Lautsprecher genutzt. Auch der Tonfilm hat sich ihrer bedient. Dass in Veranstaltungsräumen die menschliche Stimme durch sie verstärkt werden, ist sogar recht neuen Datums. In den herkömmlichen Lautsprechern werden die Töne über mehrere Kanäle abgestrahlt. Dies so zu bündeln, dass das daraus ein angenehmes Hörerlebnis entsteht, ist die Kunst der Ingenieure. Dies insbesondere dann, wenn ein Stereoklangerlebnis geboten werden soll – der Mensch hört mit zwei Ohren.

Solche Geräte decken den gesamten hörbaren Frequenzbereich ab.

Mehrwegsystem benötigt eine äußere Frequenzweiche. Breitbandlautsprecher haben dagegen nur eine Schallquelle. Dies vermeidet die bei Mehrwegsystemen durch die getrennte räumliche Anordnung der einzelnen Schallkomponenten unvermeidlichen Verzerrungen. Den Ingenieuren obliegt es, solche Breitbandlautsprecher so zu schalten, dass sich ein angenehmes Hörerlebnis bietet. Die Sprache wird besser verständlich. Und Musik wird räumlich empfunden wie im Konzertsaal. Der Hörer glaubt, die Position der einzelnen Instrumente heraus hören zu können.

Breitbandlautsprecher gewähren ein wesentlich gesteigertes Raumhörerlebnis
Derartige Breitbandlautsprecher gewähren ein wesentlich gesteigertes Raumhörerlebnis. Die Stimmen werden besser getrennt, Geräusche schärfer abgebildet. In Kinos werden solche Breitbandlautsprecher zusätzlich als so genannte Rear-Lautsprecher verwendet, in Studios als Nahfeldmonitore. Der Verbraucher kann sie in Rundfunk- und Fernsehgeräten der gehobenen Preisklasse erwerben Das technische Problem besteht darin, dass zur Wiedergabe tiefer Frequenzen ausreichend Luftvolumen verdrängt werden muss, andererseits hohe Frequenzen besser durch kleine Geräte abgebildet werden. Häusliche Geräte sind meist nur mittelgroß und die technischen Probleme werden durch das verwendete Material minimiert. Das verteuert allerdings solche Hochleistungslautsprecher sehr. Entsprechend selten sind daher bei der häuslichen Verwendung. Nur dort, wo sich der Verbraucher das Hörerlebnis eines Konzertsaales sichern will, wird er auf solche Hifi-Geräte zurückgreifen.