Brennholzpreise - wonach richten sie sich?

Die Holzart und die Art der Aufbereitung sowie das vereinbarte Raummaß sind Faktoren für die Bildung der Brennholzpreise.


Heizen mit Holz ist die älteste Energiequelle der Menschen und hat in den letzten Jahren wieder zunehmend an Bedeutung gewonnen. Holz ist ein ständig nachwachsendes heimisches Naturprodukt und regenerativer Energieträger, aber auch Baumaterial und Rohstoff für die Möbel-, Platten- und Zellstoffindustrie. Die steigende Nachfrage wirkt sich unmittelbar auf die Brennholzpreise aus. Dabei spielen neben den steigenden Preisen für Erdgas und Heizöl auch die regionale Verfügbarkeit, die Anzahl der Holzhändler aber auch die Grenznähe im Osten und Norden eine Rolle. Allgemein ist eine Preisdifferenz zwischen Süden und Norden vorhanden.

Hartholz oder Weichholz
Die Brennholzpreise für Hartholz wie Eiche und Buche liegen über denen für Weichholz wie Birke, Pappel, Kiefer oder Fichte. Hartholz hat einen höheren Brennwert, dieser liegt für Buchenholz bei etwa 2100 Kilowattstunden und für Fichtenholz bei etwa 1500 Kilowattstunden je Raummeter Brennholz mit einer Holzfeuchte von weniger als 20 Prozent. Die Holzfeuchte ist ein wichtiges Kriterium für Brennholzpreise, denn vorgelagertes oder kammergetrocknetes Brennholz ist wesentlich teurer als waldfrisches Holz.

Festmeter, Raummeter, Schüttraummeter und Brennholzlagersortiment
Die unterschiedlichen Raummaße für Holz bestimmen die in einem Kubikmeter enthaltene Holzmenge und damit den Preis. Ein Festmeter ist theoretisch ein Kubikmeter reine Holzmasse. Die gebräuchlichen Maße im Holzhandel sind Raummeter und Schüttraummeter und werden über Umrechnungsfaktoren ermittelt. Der Raummeter ist das Maß für einen Kubikmeter gestapeltes Holz. Er ist kein absolutes Maß, denn die gestapelte Menge richtet sich nach der Holzart, der Größe der Holzscheite, Form und Stapelart. Das Gleiche gilt für den im Brennholzhandel häufig verwendeten Schüttraummeter. Ein Raummeter Buchenscheitholz mit einem Meter Seitenlänge entspricht etwa 1,2 Schüttraummeter Buchenscheitholz mit 33 Zentimeter Länge und das sind 0,5 Festmeter. Die Art der Holzaufbereitung ist ein weiterer Faktor für die Höhe der Brennholzpreise. Das Lagersortiment umfasst Stammholz, Scheitholz von 0,5 bis 1 Meter und Kaminholz von 25 bis 33 Zentimeter Länge, die Preise steigen mit der erbrachten Arbeitsleistung. Hinzu kommen Kosten für Transport, Lagerung oder Trocknung. Mit etwas Vorausplanung kann der Holzkäufer jedoch Einfluss auf den Brennholzpreis nehmen, indem er die Preise und Lieferangebote mehrerer Händler vergleicht, einen Jahresbedarf zu einem festen Preis vereinbart oder zusammen mit mehreren Käufern das Brennholz bestellt. Natürlich kann man auch Stammholz vom regionalen Forstbetrieb erwerben und es mit eigener Muskelkraft zu Brennholz sägen und spalten.