Brennnesseltee: Wirkung und Anwendungsgebiete

Der aus der Brennnessel gewonnene Brennnesseltee findet vor allem bei Nieren- und Blasenbeschwerden Anwendung.


Die Brennnessel ist eine Pflanze, die, kommt man mit ihr in freier Natur in Hautkontakt, eigentlich nicht allzu sehr beliebt ist. Sie ist recht anspruchslos und wächst an schattigen aber auch an sonnigen Standorten. Dabei wird sie unterschätzt und oft als Unkraut abgetan. Doch die Brennnessel ist eine der ältesten Heilpflanzen. Betrachtet man ihre Anwendungsgeschichte, so findet man schon frühzeitig Beschreibungen ihrer heilenden Wirkung wie Blutreinigung, Gesundheitsstärkung, aber auch Entgiftung, Entzündungs-und Schmerzhemmung. Durch die harntreibende Wirkung des Brennnesseltees werden die Nieren und die Harnleitergänge gut durchgespült. Der größte Teil ihrer Heilwirkung ist heute auch schon wissenschaftlich belegt. Wer Brennnesseltee zur Reinigung oder Entschlackung des Körpers trinkt, vor allem nach langen Wintermonaten als Frühjahrskur, sollte drei Wochen lang regelmäßig zwei bis drei Tassen am Tag zu sich nehmen. In der Heilkunde werden die Blätter und die Wurzel frisch oder hauptsächlich getrocknet verwendet. Die Inhaltsstoffe der Brennnessel sind vor allem Provitamin A, viele Mineralstoffe und Spurenelemente, Flavonoide, ätherische Öle und die Vitamine C, B und K. Besonders wichtig aber auch ist der Eisengehalt der Pflanze.

Wo der Tee hilft
Als Brennnesseltee aufgebrüht und getrunken tut die Pflanze unserem Körper in vielerlei Hinsicht gut. Bei Nieren- und Blasenbeschwerden werden die betroffenen Organe gut durchgespült. Da die Giftstoffe durch das regelmäßige Trinken ausgespült werden, ist der Tee auch für Rheuma- oder Gichtkranke sehr hilfreich. Der Tee, 30 Minuten vor dem Frühstück getrunken, wirkt als Muntermachen besonders bei Frühjahrsmüdigkeit durch seinen hohen Eisengehalt. Hier sollte man eine vier vierwöchige Kur machen und über den Tag verteilt so ungefähr noch zwei oder drei Tassen trinken. Brennnesseltee kann auch bei Kopfhautproblemen zur Durchblutungsanregung als Spülung benutzt werden. Bei Pflanzen, die von Blattläusen befallen sind, hilft der Brennnesseltee in dem man die Pflanze damit besprüht. Die Brennnessel hat sehr weitgefächerte Anwendungsgebiete einfach weil sie den Stoffwechsel anregt und den Körper von seinen Schadstoffen befreit. Sie ist innerlich und auch äußerlich anzuwenden.

Zubereitung des Brennnesseltees
Am besten bereitet man den Tee aus frischen Blättern und Wurzeln zu. Hierzu nimmt man ein bis zwei Teelöffel des feingehackten Krautes, überbrüht es mit kochendem Wasser und lässt dieses dann drei bis vier Minuten ziehen. Natürlich geht dies auch mit getrockneten Blättern. Bei älteren Pflanzen kann es bei innerlicher Anwendung zu Magenreizungen kommen. Menschen mit eingeschränkter Nieren- oder Herztätigkeit sollten auf Brennnesseltee verzichten oder ihren Arzt befragen.