Brillendesigner: Individualität in eine Form pressen

Brillendesigner ist kein aufregender Job meinen Sie? Dann sollten Sie sich mal die berühmten Träger der Modelle ansehen.


Wigald Boning hat eine, Hella von Sinnen auch. Und Dame Edna sowieso. Die Rede ist von der Brille. Letztere bevorzugt bekanntermaßen schrille Brillengestelle, die in grellen Farben und aufwendigen Details daherkommen. Viele Brillen sind untrennbar mit ihrem Träger verbunden. So kann man sich Roy Orbison, Harry Potter oder Woody Allen gar nicht ohne ihre Sehhilfen vorstellen. Nicht ganz so bekannt wie diese Stars sind die Brillendesigner, die für die ausgefallenen und vor allem individuellen Modelle verantwortlich sind.

Sehhilfen für Individualisten
Brillendesigner sind vor allem deshalb relativ unbekannt, da meist nicht ihr Name auf der Brille steht sondern der der Filiale, die die schicken Modelle vertreibt. Ausnahmen gibt es aber, wie den amerkanischen Designer Jason Kirk, der für das Who der Who der Showbranche entwirft, unter anderen für Elton John oder Liam Gallagher von Oasis.
Wer es nicht ganz so ausgefallen mag, vertraut auf modische Sonnenbrillenmodelle. Die können Sie dann auch ganz schnell wieder absetzen, wenn Ihnen die öffentliche Aufmerksamkeit zu groß geworden ist. Berühmte Stücke sind etwa die Pilotenbrille oder eine Hornbrille im Retro-Look.

Einzelstück echt teuer?
Mit dem Optikpreis „Silmo d`Or“ – der auf einer der größten Optikmessen in Paris verliehen wird – wurden 2009 die innovativen Herrlicht-Brillen aus Holz ausgezeichnet. Diese Modelle faszinieren nicht nur durch ihr ursprüngliches Design sondern sind darüber hinaus auch noch Einzelstücke. Intarsien aus Ebenholz veredeln den ohnehin bereits exklusiven Look. Individuell sind solche Stücke allemal, wenn auch nicht ganz billig. Eine Original Herrlicht Brille kostet 980 Euro.

Selber Brillen entwerfen?
Sie denken, das können Sie auch? Ganz so schnell wird man leider nicht zum Brillendesigner. Erst muss ein Industriedesignstudium absolviert und Berufserfahrung gesammelt werden. Wer dann noch über ästhetisches Empfinden und Kreativität verfügt, kann sich bei Fielmann und Co. bewerben. Hier ist man aktiv an dem Design neuer Modelle beteiligt, erstellt technische Zeichnungen und überwacht den Musterbau.