Bromelie: Merkmale und Pflege

Wie Sie an Ihrer Bromelie lange und sehr viel Freude haben werden.


Aktuelle Verkaufszahlen beweisen es wieder: Blütenpflanzen wie die farbenfrohe Bromelie sind die beliebtesten Gute-Laune-Verbreiter unter den Zimmerpflanzen. Sicherlich haben Sie schon einmal von diesen schönen und vielfältigen Pflanzen gehört. Mit den bunten Mitbewohnern lässt sich ein wahres Feuerwerk vor dem ruhigen Hintergrund von Grünpflanzen entfachen. Im Folgenden erklären wir Ihnen wie Sie mit den karibischen Schönheiten Ihr Heim in ein blühendes Paradies verwandeln.

Herkunft und die Hauptmerkmale der prächtigen Gewächse
Ursprünglich stammen die Broeliaceae aus dem tropischen und subtropischen Raum Amerikas. Durch die enorme weltliche Verbreitung hat es die Bromelie geschafft, sich an die unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen anzupassen. Der Überlieferung nach war es Christoph Kolumbus, der Entdecker Amerikas, der im Jahre 1493 in der Karibik die erste bekannte Art der Bromelie, die Ananas, kennenlernte und mit nach Europa brachte. Ihren Namen allerdings verdankt sie dem schwedischen Botaniker und Arzt Olaf Bromel. Bromeliengewächse, auch Ananasgewächse genannt, werden in über 60 Gattungen und etwa 3000 unterschiedliche Arten eingeteilt. Es gibt unter Ihnen drei verschiedene Lebensformen: epiphytische, was bedeutet, dass diese Arten auf anderen Pflanzen leben, lithophytisch lebende Gewächse, die unter anderem auf Felsen anzutreffen sind und terrestrische Formen von Bromelien, welches am Boden lebende Gewächse sind.

Pflanz- und Pflegetipps zu den genügsamen Farbtupfern
Wie bei den meisten Zimmerpflanzen sind auch hier die wesentlichen Wachstumsfaktoren Licht, Luft, eine angemessene Temperatur, Wasser und Dünger sowie geeignete Substrate. Ihre Bromelie sollte einen hellen bis halbschattigen Standort bekommen, aber vermeiden Sie einen Platz mit direkter Sonneneinstrahlung. Halten Sie sie ganzjährig warm und luftfeucht, am Besten geht das in einem klimatisierten Blumenfenster. Achten Sie bitte auch auf eine richtige Bodenwärme, die bei etwa 18°C liegen sollte. Bei sommerlichen Temperaturen kann dieser zauberhafte Exot auch gerne ins Freie gestellt werden und dort sein karibisches Flair verbreiten. Das richtige Gießen erfolgt bei der immergrünen Pflanze generell über den mittig angeordneten Trichter, auch Rosette genannt. Stets sollte dieser mit weichem Wasser, wie zum Beispiel Regenwasser, aufgefüllt werden, damit Ihre Pflanze nicht austrocknet. Auch das Erdreich sollte immer etwas feucht sein, aber achten Sie darauf, dass dort keine Staunässe entsteht. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Schützling zusätzlichen Dünger braucht, so geben Sie diesen auf keinen Fall direkt in das „Herz“, sondern verabreichen Sie diesen nur über die Erde der Pflanze.

Die rechtzeitige Vermehrung der Bromeliengewächse
Da diese wunderschöne Zimmerpflanze leider nur einmal blüht und danach langsam abstirbt, sollten Sie rechtzeitig für blühfähigen Nachwuchs sorgen. Es geht wirklich sehr einfach: Während der Blütezeit, die oft bis zu sieben Monate andauern kann, entwickeln sich an der Mutterpflanze sogenannte Kindel. Diese bilden eigene Wurzeln und werden von der Mutterpflanze erst gelöst, wenn diese verblüht ist. Achten Sie darauf, dass die Trichter der „Kindel“ während des Wachstums ebenso mit Wasser gefüllt werden müssen, wie die der Mutterpflanze. Wenn Sie es geschafft haben, die Jungpflanzen in eigene Töpfe umzusetzen, müssen Sie sich noch ein bisschen gedulden. Von Art zu Art kann es variieren, bis es zur ersten Blüte kommt. Wenn Sie diesen Vorgang beschleunigen wollen, haben wir hier einen ganz besonderen Tipp für Sie: Den Trick mit dem Apfel. Reife Äpfel oder auch Zitrusfrüchte geben Äthylengas ab, welches ein natürliches Pflanzenhormon ist und Bromelien veranlasst, Blüten zu bilden. Schließen Sie ihre Bromelie mit einigen Äpfeln in einer lichtdurchlässigen Plastikhaube ein und nach etwa vier Monaten erfolgt die erste Blütenbildung.