Bronchialkarzinom – Informationen für Betroffene

Das Bronchialkarzinom ist eine Erkrankung, die meist als Zufallsbefund oder relativ spät entdeckt wird und deren Therapie sich oft als schwierig erweist.


Unter einem Bronchialkarzinom, gemeinhin auch als Lungenkrebs bezeichnet, versteht man eine Erkrankung der Bronchien. Das Karzinom gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen und wird meist relativ spät entdeckt. Noch häufiger tritt nur die krebsige Entartung der Prostata und des Darms auf. Ungefähr ein Viertel der Neuerkrankungen sind Bronchialkarzinome. Der Lungenkrebs ist eine gefährliche Erkrankung und tritt meist um das sechzigste Lebensjahr auf.

Welche Ursachen hat ein Bronchialkarzinom?
Hauptrisikofaktor ist nach wie vor das Rauchen. Der inhalierte Rauch enthält mehr als 2.000 verschiedene Inhaltsstoffe, von denen mindestens 200 eine karzinogene Wirkung haben. Zusätzlich entstehen durch die Verbrennung sauerstoffradikale Stoffe, die ebenfalls als wichtige Auslöser in Verdacht stehen. Etwa 95 Prozent aller neu Erkrankten Patienten sind Raucher. Dabei spielt es keine Rolle ob jemand Raucher oder Passivraucher ist. Zusätzlich gilt als auslösender Faktor die Inhalation bestimmter Edelgase. Radon, Asbest und Nickel sind ebenfalls als Risikostoffe bekannt. Die genetische Disposition und chronisch-entzündliche Reizungen können ebenfalls zur Erkrankung führen. Es ist nachgewiesen, dass eine gesunde Lebensführung mit ausreichend Gemüse und Obst die Gefahr an Lungenkrebs zu erkranken, senkt.

Diagnose und Therapiemöglichkeiten
Die primäre Diagnostik umfasst neben einem Lungenröntgen auch eine computertomografische Untersuchung der Lungen und eine Bronchoskopie. Bei der Bronchoskopie wird in die Luftröhre eine flexible Optik, mit einem integrierten Arbeitskanal, eingeführt und die Bronchialwände werden genau inspiziert. In der gleichen Sitzung können auch Proben entnommen und in der Folge feingeweblich untersucht werden. Die Art des Tumors ist ausschlaggebend für die weitere Therapie. Im Blut können spezielle Tumormarker nachgewiesen werden. Sind im CT Lymphknoten im Mediastinalraum sichtbar, wird zusätzlich eine Mediastinoskopie durchgeführt. Hier können die Lymphknoten entfernt und ebenfalls im Labor genau untersucht werden. Zusätzliche Untersuchungen wie Magnetresonanzuntersuchungen und Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums, helfen eventuell ausgebildete Metastasen zu entdecken. Meist ist die primäre Therapie die Entfernung des Tumors. Ist dies nicht möglich, wird im Vorfeld eine Strahlentherapie zur Verkleinerung der Geschwulst eingesetzt. Im Anschluss erfolgt meist eine Chemotherapie, da in Studien belegt wurde, dass damit ein Wiederauftreten des Bronchialkarzinoms verhindert werden kann. Welche Therapie genau die Beste ist, entscheidet der behandelnde Arzt. Die Unterstützung der Behandlung durch eine gesunde Lebensweise und das sofortige Einstellen des Rauchens erhöhen die Erfolgschancen auf Heilung immens.