Brottrunk - Anwendung und Wirkung

Der Cocktail aus Vitaminen, Mineralstoffen, essentiellen Aminosäuren, Spurenelementen und bioaktiven Fermenten macht Brottrunk so wertvoll.


Mitte der 1980er Jahre galt Brottrunk noch als Geheimtipp unter Naturköstlern. Doch bald war er aus den Regalen deutscher Bioläden und Reformhäuser nicht mehr wegzudenken. Heute wird Brottrunk in vielen Ländern der Welt getrunken.

Herstellung und Inhaltsstoffe
Wie der Name sagt, dient Brot als Ausgangsstoff. Das Getreide stammt aus kontrolliert biologischem Anbau. Weizen, Roggen und Hafer werden vermahlen und mit Quellwasser und Steinsalz vermischt. Für die Gärung werden weder Hefe noch andere Backhilfen hinzugefügt. Allein der hauseigene Natursauerteig sorgt für die Lockerung des Teiges. Bevor das Brot gebacken wird, unterzieht man den Teig einer speziellen Fermentierung. Durch diese Prozedur bilden sich später beim Backen die entscheidenden Fermente. Nachdem sie aus dem Ofen kommen, unterlaufen die Brote einen nicht-alkoholischen Gärprozess, der bis zu einem halben Jahr andauern kann. Anschließend filtriert man die entstandene Flüssigkeit und füllt sie in Flaschen. Das zurückbleibende Filtrat wird getrocknet und vermahlen. Dieses Fermentgetreide kann man pur als Speisezusatz verwenden oder dem Brottrunk beimischen. Neben Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen enthalten beide auch eine große Anzahl an „Brotsäurebakterien“ wie etwa „Lactobacillus reuteri“. Diese Elite unter den Milchsäurebakterien sorgt für die verdauungsfördernde probiotische Wirkung.

Anwendung und Wirkung
Obwohl Brottrunk in einem Gärungsprozess hergestellt wird, ist er im Unterschied zu Kefir oder Kwas absolut alkoholfrei. Im Gegensatz zu Sauermilch-Getränken und probiotischen Joghurts wird er auch von Menschen vertragen, die Laktose meiden müssen. Man kann ihn im Rahmen einer Entschlackungskur trinken, darf ihn ohne Bedenken aber auch täglich zu sich nehmen, pur oder gemischt. Doch sollte man in jedem Fall die Flasche vorher schütteln, damit der Bodensatz in Lösung geht. Der Hersteller empfiehlt dreimal täglich ein kleines Glas (100 bis 200 Milliliter) zu den Mahlzeiten. Das tut nicht nur dem Darm gut. Die wertvollen Inhaltstoffe wirken sich auch positiv auf das Erscheinungsbild der Haut aus. Erfrischend und gesund ist eine Apfelschorle. Hierfür je ein Drittel Saft, Wasser und Brottrunk mischen. Noch intensiver wird die Wirkung wenn man 200 Milliliter Brottrunk mit ein bis zwei Teelöffel Fermentgetreide verrührt. Man lässt die Mischung quellen und trinkt sie vor dem Frühstück, um die Verdauung anzuregen.