Botanischer Name: Brunfelsia Pauciflora
Allgemeines
Die aus dem tropischen Süd- und Mittelamerika stammende Gattung umfasst etwa 30 Arten. In ihrer Heimat wächst die Brunfelsia zu einem baumartig verzweigten Strauch. Bei uns wird sie als Topfpflanze nur etwa 60 Zentimeter hoch und wächst ohne oder nur mit wenigen Verzweigungen. Sie besitzt ledrige, dunkelgrüne Blätter von sieben bis zehn Zentimeter Länge und blau-violette Blüten von circa fünf Zentimetern Größe. Während der Blühzeit vom zeitigen Frühjahr bis August hellen die violetten Einzelblüten nach dem Aufblühen immer weiter auf, wodurch ein mehrfarbiges Aussehen des Strauches entsteht. Die Einzelblüten halten zwar nur kurz bis zum Verblühen, aber neue Knospen treiben schnell immer wieder nach.
Standort
Gemäß ihrer Herkunft bevorzugt die Brunfelsie tropische Bedingungen. Die optimale Temperatur wäre demnach zwischen 22 und 24 Grad Celsius, allerdings gilt es, direkte Sonne zu vermeiden. Ab Mai kann man die Brunfelsia / Brunfelsie demnach raus in den Garten oder auf den Balkon stellen, ansonsten eher im Haus lassen. In Wintergärten kann sie ganzjährig bleiben. Für die Winterzeit braucht sie eine mindestens achtwöchige Woche Ruhepause mit niedrigeren Temperaturen, etwa 10 bis 13 Grad Celsius, da die Kühle bei der Pflanze den Impuls zur Blütenbildung auslöst.
Pflege
Von März bis September sollte die Brunfelsie regelmäßig mit kalkfreiem zimmerwarmen Wasser gegossen werden. In der Winterzeit wird reduziert gewässert. Die Ballen sollen gerade so feucht sein. Für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit kann durch Besprühen der Pflanze gesorgt werden. Im Zeitraum März bis September werden alle 14 Tage zusätzlich mit einem normalen Flüssigdünger für Blütenpflanzen extra Nährstoffe zugeführt. Ein Umtopfen ist nur alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr nötig, je nachdem wie stark sie wächst.
Vermehrung
Bei uns wird die Brunfelsia normalerweise durch Stecklinge vermehrt. Dazu schneidet man im Mai sieben bis zehn Zentimeter lange Kopf- oder Triebstecklinge von Pflanzenbereichen ab, die noch nicht verholzt sind. Diese steckt man in einen Topf mit einer Bodentemperatur von etwa 26 Grad Celsius. Allerdings gelingt solch eine Vermehrung auch nicht immer. Besser ist es, die Pflanze in kleine Töpfe zu setzen, da sie eher schlecht blüht, wenn sie zu tief in der Erde sitzt.
Schädlinge und Krankheiten
Manchmal stellt sich eine helle, vergilbte Verfärbung der dunkelgrünen Blätter ein, dass sogar die Blattnerven zu sehen sind. Dies kann mehrere Ursachen haben, wie zu kalkhaltiges Wasser, zuviel direkte beziehungsweise pralle Sonne oder die falsche Erde. Plötzliche Temperaturunterschiede können zu Blattverlust führen. Ist die Luftfeuchtigkeit wiederum zu niedrig, droht ein Befall mit Blattläusen und Spinnmilben. Bei einem leichten Befall reicht ein Abduschen mit entkalktem Wasser, ansonsten muss man zu Pflanzenschutzmitteln greifen.