Brunnenkresse selber anbauen: Tipps

Die als Gemüse beliebte Brunnenkresse kann man leicht selber anbauen, denn Kultivierung und Ernte sind nicht schwer.


Brunnenkresse ist eine Pflanze, die gerne als Gemüse und Gewürz verwendet wird. Sie wächst in Sümpfen und an anderen Wasserstellen, bevorzugt fließenden Gewässern, wobei ihre zwischen 15 und 90 Zentimeter langen Stängel im Wasser stehen. In der Natur blüht sie ab Mai und bildet dann Schoten mit Samen. Zum Überleben braucht sie nicht viel, bevorzugt aber nährstoffreiches Wasser und eine gute Mischung aus Sonne und Schatten. Industriell wird die Pflanze vor allem in England und Frankreich angebaut.

Wozu kann man Brunnenkresse am besten nutzen?
Die kleine grüne Pflanze wird gerne im Salat oder als Gewürz auf einem Sandwich gegessen, da sie selber leicht scharf, nicht unähnlich dem Senf, schmeckt. Es erinnert damit stark an die verwandte Gartenkresse, die in kleinen Schalen angebaut, sich in der Küche vieler Einzelpersonen findet. Brunnenkresse muss frisch und vor der Blüte verzehrt werden, denn getrocknet verliert sie ihren Geschmack. Auch als Nahrungsergänzung ist die Pflanze zu empfehlen, denn sie enthält unter anderem auch die Vitamine A, B1, B2, C und E sowie Mineralstoffe wie Eisen, Iod, Phosphor und Calcium. Letztlich gilt sie in der Volksmedizin auch als Aphrodisiakum, appetitanregend und stoffwechselfördernd.

Wie baut man Brunnenkresse an und wann sollte man sie ernten?
Zum Wachsen und Entstehen benötigt die Pflanze viel frisches Wasser und bevorzugt Temperaturen um zehn bis zwölf Grad, hält aber auch bis zu 30 Grad aus. Will man die Pflanze im großen Stil anbauen, so empfiehlt sich ein flacher Graben von etwa 40 Zentimeter Tiefe und etwa 3Meter Breite, gefüllt mit fließendem Wasser. Kleine Wälle am Grabenrand schützen die Pflanzen im Winter. Das Wasser sollte sauber sein, um die Vermehrung von Krankheitserregern einzudämmen. Samen sollten bei der Aussaat leicht mit Erde bedeckt werden. Erst zusammen mit dem Wachstum der Pflanze wird dann der Wasserspiegel erhöht. Besitzt man einen Teich, kann man die Pflanze auch dort im Uferbereich anpflanzen, muss aber auf klares Wasser achten. Ohne Frischwasser-Zufuhr kann das nur über regelmäßige Wasserwechsel erreicht werden.

Brunnenkresse lässt sich aber auch im Hausinneren anpflanzen
Für eine Kultivierung in der eigenen Wohnung sollte man die Pflanzen etwa zwischen Mai und Juli in einer wasserdichten Schale aussäen. Die Erde muss fortan immer feucht bleiben. Bereits nach ein  bis zwei Wochen keimt die Pflanze. Ab vier bis sechs Zentimeter Größe sollte man sie pikieren und danach mit etwa einem Zentimeter hohem Wasser belohnen. Bei einer Größe von fünf bis zehn Zentimeter kann man bereits ernten, ansonsten irgendwann in Herbst und Winter, vor dem Blühen im Mai.