Brustkrebs - Alternative Behandlung begleitend ratsam

Neben den gängigen Therapien gibt es einige komplementäre Heilmittel, die beim Kampf gegen den Brustkrebs zum Einsatz kommen können.Die alternative Behandlung umfasst zum Beispiel Mistel- oder Thymusextrakte


Ergänzend zu den gängigen Therapien gibt es einige komplementäre Heilmittel, die beim Kampf gegen den Brustkrebs zum Einsatz kommen können. Die alternative Behandlung umfasst zum Beispiel Mistel- oder Thymusextrakte und die Einnahme von Zink, Selen und verschiedener Vitamine zur Unterstützung des Immunsystems. Die Behandlung von Brustkrebs durch Misteln fand circa 1920 Einzug in Deutschland und zählt heute mit rund zwanzig verschiedenen Präparaten zu den populärsten alternativen Methoden unter Brustkrebs-Patienten.

Der pflanzliche Parasit Mistel soll als unter die Haut gespritztes Extrakt den körperlichen Parasiten Krebs bekämpfen. Auftretende Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Fieber, Kreislaufstörungen und allergische Reaktionen sein. Obwohl die Wirkung bei Brustkrebs als umstritten gilt, übernehmen viele Krankenkassen hier die Kosten. Auch wenn einige Studien zeigten, dass es die Nebenwirkungen einer Strahlen – oder Chemotherapie reduzieren kann, wird das Thymusextrakt hingegen nicht von den Kassen unterstützt. Der Brustkrebs-Patient injiziert sich bei dieser Therapie zwei bis drei Mal pro Woche Extrakt aus der Thymusdrüse von Kälbern und regt so das Immunsystem sowie die Neubildung von weißen Blutkörperchen an.

Bis vor einigen Jahren verschrieben viele Ärzte außerdem begleitend zur Brustkrebs-Behandlung Zink, Selen und auch Antioxidantien. Inzwischen ließen jedoch einige Studien Zweifel an der positiven Wirkung dieser Mittel aufkommen. Gerade bei der Bestrahlung können Antioxidantien, welche die Eigenschaft haben, freie Radikale zu fangen, die Brustkrebs-Therapie sogar eher behindern. Unter anderem aus diesem Grund wird die Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen mittlerweile nicht länger empfohlen.

Neben den genannten Methoden zählen auch Krebsdiäten und mehr oder weniger fragwürdige Maßnahmen wie Wasseradern, Pendelung oder Erdstrahlen zum Bereich der alternativen Therapien bei Brustkrebs und anderen Krebserkrankungen. Die Kosten dieser paramedizinischen Behandlung werden in den seltensten Fällen von den Krankenkassen getragen, da sich für keines dieser Verfahren bisher eine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung feststellen ließ. Sie können im Einzelfall höchstens die Lebensqualität der Brustkrebs-Opfer verbessern oder das Leiden lindern.

Auf keinen Fall dürfen Alternativen tatsächlich als Ersatz für die gängigen Therapien betrachtet werden. Es ist daher wichtig, sich als Brustkrebs-Patientin vor der Durchführung einer solchen Therapie mit dem behandelnden Arzt zu beraten.