Brustkrebs Therapie - Die Basis- und Nachbehandlung

Für eine Brustkrebs Therapie ist nicht nur die Größe des Tumors entscheidend. Auch die Ausbreitung der Metastasen auf Lymphknoten in der Achselhöhle sowie auf andere Organe muss beachtet werden


Es gibt keine allgemeingültige Standart Brustkrebs Therapie für Brustkrebs. Die Behandlung ist von verschiedensten Faktoren abhängig. Entscheidend ist nicht nur die Größe des Tumors, sondern auch die Ausbreitung der Erkrankung auf Lymphknoten in der Achselhöhle sowie auf andere Organe, und der Hormonrezeptorstatus des Tumors, also das Vorhandensein von Bindungsstellen für die Hormone.

Grundlage einer jeden Brustkrebs Therapie ist immer die vollständige Entfernung des Tumors durch Operation. Ist diese erfolgt, wird mit mehrwöchiger Nachbestrahlung einem örtlichen Rückfall (Lokalrezidiv) vorgebeugt. Je nach Tumorstadium kann außerdem bereits vor der Bestrahlung eine zusätzliche Chemotherapie durchgeführt werden. Frühestens drei Wochen nach der Operation, sobald die Wundheilung abgeschlossen ist, beginnt normalerweise die Nachbehandlung des Brustkrebs durch Strahlen-Therapie.

Sie macht sich die Schädigung des Zellen-Erbmaterials zunutze. Krebszellen können im Gegensatz zu gesunden Zellen aufgrund ihres schlecht funktionierenden Reparatursystems Strahlungsschäden nicht mehr beheben und sterben ab. Das Wiederauftreten von Brustkrebs an der gleichen Stelle ist dadurch nachweislich deutlich gesenkt. Zur Minderung des Rückfallrisikos wird den meisten Brustkrebs-Patientinnen zusätzlich eine adjuvante Therapie, eine ergänzende Behandlung, empfohlen. Sie besteht in der Regel aus einer Hormon- oder Chemotherapie, kann aber ebenso beide Methoden kombinieren. Auch dieses Therapieverfahren richtet sich nach dem Befall der Lymphknoten und der Tumorgröße.

Bei circa zwei Drittel der Brustkrebs-Patientinnen wird das Wachstum des Tumors entschieden durch das körpereigene Hormon Östrogen beeinflusst. Eine Hormontherapie basiert daher auf dem Prinzip, das Wachstum des Brustkrebses zu bremsen, indem die Wirkung der Östrogene durch Verabreichung hormoneller Substanzen unterbunden wird. Die Chemotherapie hingegen nutzt Stoffe, welche grundsätzlich die Zellteilung hemmen. Der Brustkrebs-Erkrankten werden dabei Medikamente verabreicht, die in erster Linie die schnell wachsenden Krebszellen angreifen. Die Medikamente, die durch Infusionen, Spritzen oder Tabletten in den Körper gelangen, verteilen sich mit dem Blutstrom in alle Gewebe und Organe und vernichten so auch versteckte Krebszellen. Leider attackieren sie so nicht nur den Brustkrebs, sondern auch schnell wachsende gesunde Zellen. Als Folge treten dann beispielsweise Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen sowie Infektanfälligkeit durch die Unterdrückung des Immunsystems auf. Auch wenn die Mehrzahl der Nebenwirkungen durch andere Medikamente behoben werden kann, müssen Nutzen und Risiken des Verfahrens sorgfältig mit der Brustkrebs-Patientin besprochen und abgewogen werden.