Brustschmerzen - zyklusbedingt?

Brustschmerzen werden in zyklusabhängig und zyklusunabhängig unterteilt. Zyklusabhängige Brustschmerzen treten oft vor Menstruationsbeginn auf. Zyklusunabhängige können viele Ursachen haben.


Brustschmerzen lassen sich in zyklusabhängige und zyklusunabhängige Brustschmerzen unterteilen. Zyklusabhängige Brustschmerzen treten oft vor Menstruationsbeginn auf. Sie sind die häufigste Ursache, meist wird der Schmerz von einem typischen Spannungsgefühl begleitet und die Brüste schwellen an. Die zyklusunabhängigen Brustschmerzen hingegen können viele Ursachen haben. Veränderungen an der Wirbelsäule oder auch an den Rippen ebenso wie Herzprobleme oder Brustkrebs können die Ursache hierfür sein. Meist wird hier der Schmerz eher als ein Brennen oder Ziehen beschrieben. Deshalb ist vor einem Therapieversuch der Brustschmerzen die Ursachenerkennung sehr wichtig.

Zyklusabhängige Brustschmerzen
Die zyklusabhängigen Brustschmerzen nehmen häufig mit zunehmendem Alter bis zur Menopause zu. Zehnmal mehr Frauen sind vor als nach der Menopause von Brustschmerzen betroffen. Die zyklusunabhängigen Brustschmerzen sind die zweithäufigste Form, alle anderen Ursachen sind eher Ausnahmen.

Unterschiede
Den Unterschied zwischen zyklusabhängigen und zyklusunabhängigen Brustschmerzen zu machen, ist sehr wichtig, denn sie haben jeweils unterschiedliche Ursachen. Um erste Anhaltspunkte für die Ursachen der Brustschmerzen zu erhalten, ist eine genaue Befragung der betroffenen Frau unumgänglich. Besonders wichtig hierbei sind genaue Angaben im Bezug auf den Zyklus. Vor allem, wenn es sich um einseitige zyklusunabhängige Brustschmerzen mit genau lokalisierbaren Beschwerden handelt. Hier sollte man zum Beispiel eine Mammographie durchführen, um Brustkrebs ausschließen zu können. Auch wird hierbei gleich noch das Blut auf Östrogene, Gestagene und Prolaktin untersucht.

Was man tun kann
Wenn eine Frau unter zyklusunabhängigen Brustschmerzen leidet, hat sie meist ein Grundleiden, nach welchem sich die Therapie richtet. Zu Beginn werden oftmals pflanzliche Mittel eingesetzt und auch diätische Maßnahmen können Linderung verschaffen. Vor allem Schokolade, Kaffee, Tee und Cola sollten gemieden werden. Eine medikamentöse Therapie richtet sich oft auf den eventuellen oder nachgewiesenen Gestagenmangel aus. Sinn ist es hierbei, die Ursachen und nicht einfach nur den Brustschmerz zu behandeln. Es können auch lokale Therapien versucht werden, indem man gestagenhaltige Gels verwendet. Die Folikelreifung läuft während einer Therapiedauer nicht weiter, so kann während einer Therapie die Menstruation ausbleiben, es sei denn man therapiert mit einer sehr niedrigen Dosierung.