Den Namen Buchweizen kommt von den Bucheckern ähnlich geformten Samen dieser Pflanze. Ursprünglich kommt sie aus der Mongolei und ist über Jahrhunderte bis zu uns gekommen. Mittlerweile wird Buchweizen auch verstärkt in den USA und Kanada angebaut, aber vor allem in den Ländern Osteuropas ist es ein typischer Bestandteil der traditionellen Küche. Die dunkelbraunen sehr harten Früchte des Buchweizen werden vor dem Kochen zum Verzehr geschält, da sie auch bei sehr langen Kochzeiten nicht weich werden.
Möglichkeiten der Zubereitung
Lange Zeit galt Buchweizen als ein Essen für arme Leute, da es ein billiges Grundnahrungsmittel war, bis es schließlich von der Kartoffel verdrängt wurde. Erst seit Vollwertnahrung ins Bewusstsein gerückt ist, wurde Buchweizen als ein vielseitiges und nahrhaftes Lebensmittel wieder entdeckt. Es kann als ganzes Korn verwendet werden in Speisen wie Risotto, Aufläufen, als Brot oder einfach als Beilage. Da es beim Kochen stark schleimt, lässt sich Grütze damit wunderbar kochen. Wenn man lieber einen lockeren Brei möchte, empfiehlt es sich die Körner vorher heiß zu waschen und nach dem Kochen kalt abzuspülen. Wenn man die Körner anröstet, passen Sie wunderbar mit ihrem nussigen Geschmack zu Süßspeisen, in Salate oder ins Müsli. Man kann Sie auch zu Mehl verarbeiten und zum Backen nutzen. Beliebt sind auch Pfannkuchen, Waffeln, Kuchen oder andere Teigwaren aus Buchweizenmehl.
Fast glutenfrei
Buchweizen ist ein sehr gut verdauliches und glutenarmes „Getreide“ und daher sehr gut als Getreideersatz für Menschen, die an Zöliakie oder Sprue leiden, geeignet. Es enthält außerdem einen hohen Gehalt an lebensnotwendigen Aminosäuren, wie Arginin, Tryptonphan und Lsysin, das für den Kollagen- und Knochenstoffwechsel von immenser Bedeutung ist. Darüber hinaus sind darin eine Reihe wichtiger Mineralstoffe in hohen Mengen enthalten, zu denen Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen und Fluor gehören, sowie die Vitamine B und E.
Als Heilpflanze
1999 wurde Buchweizen zur Heilpflanze des Jahres gekürt, und das nicht ohne Grund. Sie wurde erst recht spät, nämlich in den siebziger Jahren als solche wahrgenommen. Heilkraft haben allerdings nicht die Körner, sondern die Blätter und Blüten. Diese enthalten nämlich ein bis sechs Prozent des Bioflavonoids Rutin, welches die Blutgefäße und besonders ihre feinsten Verästelungen, die Kapillaren, elastisch hält. Wenn diese brüchig werden, kann es nämlich zu Ödemen und Hautblutungen kommen. Buchweizentee kann aber als Vorbeugung gegen solche Venenerkrankungen eingesetzt werden.