Bürokleidung

Darf man im Büro den Rock ohne Strumpfhose tragen? Wir klären auf, was alles zu einer angemessenen Bürokleidung gehört.


Knigge-Experten erleben eine Rückkehr zu konservativen Werten und entsprechender Kleidung. Casual ist out, angesagt ist der hochseriöse Businesslook, selbst im Sommer, wenn die Konzentration ohnehin schwerfällt und ein hochgeschlossenes Outfit die Arbeit weiter behindert. Vor allem Angestellte, die viel Kundenkontakt erleben, sollten sich an die ungeschriebenen Regeln für die Bürokleidung halten.

Wo möchten Sie einmal sein?

  • Grundsätzlich gilt, dass der eigene Dresscode auch immer der Position innerhalb der Firma und dem eigentlichen Beruf entsprechen sollte. Natürlich wird sich ein Bankmanager anders kleiden als ein Kreativdirektor in einer Werbeagentur. Dennoch ist ein Dresscode wichtig, um das Image der Firma zu vertreten und sich selbst als einen Teil davon zu etablieren. Es geht darum, Seriosität, Vertrauen und Verlässlichkeit auszustrahlen, und das nicht nur für die potenziellen Kunden, sondern auch für den Chef und die Kollegen. Denn sicher wird ein Mensch in einem Anzug anders wahrgenommen als jemand, der in einem bunten Hawaiihemd vor einem sitzt. Ein beliebter Tipp ist, sich stets für die Position zu kleiden, die man gerne innehätte.
  • Besonders in großen Unternehmen wie Banken, Versicherungen oder IT-Firmen gilt ein hochseriöser Kleidungsstil. Generell gilt: Je höher die Position, desto konservativer die Bürokleidung. Für die Herren heißt das Anzug inklusive Krawatte, für die Damen Kostüm mit Strumpfhose. Das Outfit sollte immer in gedeckten Farben gehalten sein, also dunkelblau, dunkelgrau oder braun. Hemd oder Bluse sind immer unifarben. Auch bei heißen Temperaturen gilt der Dresscode, bei Männern ist die Krawatte, bei weiblichen Angestellten die Feinstrumpfhose Pflicht.

Bürokleidung an warmen Tagen

  • Flip Flops, kurze Hosen oder Miniröcke, der Strandlook kommt im Büro gar nicht gut an. Selbst in kleineren Unternehmen sollte auch im Sommer auf ein seriöses Outfit Wert gelegt werden. Auch für die Herren sind Shorts und Sandalen tabu. Erlaubt ist es in Einzelfällen die Krawatte abzulegen oder ein kurzärmeliges Hemd zu tragen. Für die Frauen gilt: Bauch- und schulterfreie Oberteile sollten der Freizeit vorbehalten bleiben.

Sexy Outfit ein Kündigungsgrund?

  • Arbeitsgerichte haben mehrfach entschieden, dass der Arbeitgeber das Recht hat, einen bestimmten Kleidungsstil verbindlich vorzuschreiben. Dieser wird aber in den seltensten Fällen Ihren Prinzipien widersprechen, sondern einfach eine gewisse Ernsthaftigkeit auszudrücken haben, das heißt, Sie sollten seriös und gepflegt gekleidet sein. Im betreffenden Fall hatten Stewardessen einer Fluglinie jedoch gegen das Tragen von Baseballkappen geklagt.