Bulimie

Die häufigste Form der Essstörung ist die Bulimie (bulimia nervosa), auch Ess Brech Sucht genannt. An ihr leiden rund 600.000 Frauen und Männer in Deutschland.


Die Bulimie (bulimia nervosa) oder auch Ess Brech Sucht ist die häufigste Form der Essstörung. An ihr leiden zumeist Frauen zwischen 20 und 30 Jahren. Wie die Bezeichnung Ess Brech Sucht schon andeutet, leiden die Betroffenen an häufigen Essattacken, während derer sie Unmengen an Nahrungsmitteln zu sich nehmen, welche sie nach dem Anfall wieder erbrechen. In Deutschland leiden rund 600.000 Menschen an dieser Krankheit, von denen zehn bis 15 Prozent männlich sind. Häufig geht diese Essstörung mit einem Missbrauch von Medikamenten, Alkohol oder Drogen einher.

Wie äußert sich Bulimie?
Bulimiker haben meist ein normales Körpergewicht. Sie sind also eher selten untergewichtig. Sie können ihre Figur nicht richtig einschätzen und fühlen sich stets zu dick. Die Isolation und das Verstecken der Krankheit machen es schwer bei den Betroffenen eine Bulimie festzustellen. Da sie ein normales Gewicht haben, kann man ihnen eine Essstörung schlecht ansehen. Angehörige sollten auf die Symptome, wie übermäßige Beschäftigung mit dem Thema Essen, ungesundes, übermäßiges Treiben von Sport und die Weigerung, an gemeinsamen Mahlzeiten teilzunehmen, achten. Nicht alle Bulimiker erbrechen sich. Hier werden zwei Typen voneinander unterschieden. Der „Purching“-Typ erbricht sich oder benutzt Diätpillen und Abführmittel. Der „Nicht-Purching“-Typ weist keine dieser Verhaltensweisen auf. Er wirkt der Gewichtszunahme auf andere, unangemessene Weise entgegen, indem er zum Beispiel eine strenge Diät hält oder extrem Sport treibt.