Im Gegensatz zur normalen gestrickten Ferse hat die Bumerangferse eine sehr gute Passform und kann für jeden Fuß verwendet werden. Die Bumerangferse stricken Sie mit verkürzten Reihen und ohne Zwickel. Dadurch wird die Ferse kürzer als andere gestrickte Fersen, hat aber eine bessere Passform und schmiegt sich jedem Fuß an.
Keine Hexerei
Mit einigen Tipps gelingt die Bumerangferse leicht und passt sich optimal an jeden Fuß an. Zu Beginn scheint das Stricken der Bumerangferse etwas kompliziert. Dies liegt unter anderem daran, dass normal gestrickte Fersen im Vergleich sehr viel länger aussehen. Eine Bumerangferse stricken Sie immer kürzer als normal. Sie verwenden nur die Maschen der ersten und der vierten Nadel von einem Nadelspiel und arbeiten fortlaufend in Reihen. Löcher beim Stricken dieser Ferse können Sie vermeiden, indem Sie die Maschen zu Beginn jeder Reihe rechts stricken. Zum Verstärken der Ferse wird die Wolle einfach mit einem dünnen Beilaufgarn verstärkt. Da die eigentliche Naht bei dieser Ferse aber seitlich liegt, ist sie sehr strapazierfähig.
Bumerangferse oder Käppchenferse
Die Käppchenferse wird mit einem Zwickel gestrickt und ist länger als die verkürzte Bumerangferse. Bei beiden Strickvarianten wird die Maschenzahl durch drei geteilt und die Ferse über zwei Nadeln gestrickt. Sehr dicke Socken oder Arbeitssocken können Sie mit einer Bumerangferse stricken, aber auch mit einer Käppchenferse. Die Käppchenferse können Sie durch einen doppelten Faden ebenfalls verstärken und dem Socken so mehr Stabilität geben. Die Bumerangferse kann für jede Sockengröße gestrickt werden. Auch Babysocken lassen sich mit dieser Ferse stricken und sitzen an den kleinen Füßen sogar besser als Socken mit herkömmlicher Ferse.
Bumerangferse stricken mit Muster
Da die Bumerangferse ohne Zwickel auskommt, kann auch hier ein Muster eingestrickt werden. Besonders schön sieht diese gestrickte Ferse aus, wenn die Socken aus sogenannter Regenbogenwolle gestrickt werden. Denn durch die spezielle Technik ist so gut wie kein Übergang der einzelnen Maschen zu erkennen. Das Muster läuft fortwährend im Farbverlauf mit und verleiht dem Socken ein einheitliches Strickmuster. Bei einem Farbwechsel an der Ferse müssen die Fäden jedoch gut miteinander gekreuzt und festgezogen werden, damit sich keine Löcher bilden.