Bundweite messen: Der klassische Einkaufsbummel ist nach wie vor ein beliebter Zeitvertreib, aber manchmal muss es eben schnell gehen. In diesem Fall ist es ratsam, das benötigte Kleidungsstück beim Versandhandel zu bestellen. Doch dafür reicht das Wissen um die normale Konfektionsgröße meist nicht aus, sondern Sie sollten international gängige Maßangaben verstehen und richtig angeben können.
Tipps zum Ermitteln der persönlichen Bundweite
Die Bundweite entspricht in der Regel nicht dem Hüftumfang, sondern der Breite des Hosenbundes. Damit ist die obere Kante der Hose gemeint, auf der sich der Knopf und das Knopfloch befinden. Der Bund kann also, je nach Schnitt, entweder auf der Hüfte oder aber, wie häufiger der Fall, etwas höher im Bereich der Taille liegen. Um die persönliche Bundweite zu bestimmen ist es am besten, nicht am eigenen Körper zu messen, sondern sich eine Hose zu nehmen, die optimal sitzt. Legen Sie die Hose vor sich auf eine flache Oberfläche und schließen sie den Knopf und den Reißverschluss. Nun messen sie die Außenkante auf Höhe der Knopfleiste waagerecht von rechts nach links mit einem Lineal oder Maßband ab. Damit erhalten sie den einfachen Wert in Zentimetern. Bei den meisten Angaben, zum Beispiel beim Kauf einer Jeans, wird der zweifache Wert benutzt, also nicht die Bundbreite, sondern der gesamt Bundumfang. Sie multiplizieren dafür ihr gemessenes Ergebnis mit zwei. Beachten Sie, dass einige Hosen im Bund gedehnt werden können. Um den Wert solch einer Stretch-Hose zu bestimmen, nehmen erst den einfachen Wert der liegenden Hose. Danach ziehen den Bund auseinander. Diese Weite wird ebenfalls gemessen und die Bundweite liegt in diesem Fall im Mittelwert.
Die Umrechnung in internationale Jeansgrößen
Die Größenberechnung einer Jeans wird mit zwei Maßen angegeben. Die erste Maßeinheit „W“ bezieht sich auf die Bundweite, die zweite „L“ auf die Schrittlänge einer Jeans. Hierbei gilt es zu beachten, dass diese Maßeinheit meist nicht in Zentimetern, sondern in Inch angegeben wird. Um diesen Wert zu errechnen, nehmen Sie den bereits ermittelten zweifachen Wert und teilen ihn durch 2,54. Wenn Sie also beispielsweise eine Bundweite von 84 cm errechnet haben, erhalten Sie so einen Wert von 33,07. Die erste Angabe „W“ entspräche in diesem Fall also der Bundweite 33.