Buprenorphin: Wirkung und Nebenwirkungen

Das Schmerzmittel Buprenorphin zählt zu den opioiden Schmerzmitteln und wird bei besonders starken Schmerzen wie nach einer Operation eingesetzt.


In der Regel wird Buprenorphin nur dann eingesetzt, wenn andere Schmerzmittel bereits versagt haben und kann in verschiedenen Darreichungsformen gereicht werden. Wenn eine Wirkung innerhalb weniger Minuten erwünscht ist, wie beispielsweise bei akuten Schmerzen, wird der Wirkstoff direkt in die Blutbahn gespritzt. Hier wird eine schnelle Wirkung gewährleistet. Bei einer Injektion in den Muskel oder bei der Einnahme von einer Sublingualtablette, tritt die Wirkung erst ungefähr nach einer halben Stunde ein. Zudem ist Buprenorphin auch als Pflaster erhältlich. Dieses wird in der Regel dann eingesetzt, wenn gleichmäßig eine entsprechende Menge des Wirkstoffes freigesetzt werden soll. Die schmerzstillende Wirkung hält somit lange an. Des Weiteren wird das Medikament auch bei Patienten eingesetzt, die von Drogen beziehungsweise Opiaten, wie zum Beispiel Heroin abhängig sind, um diese von den Drogen zu entwöhnen. Hier wird oftmals das Medikament mittels Sublingualtablette verabreicht. Da Buprenorphin zu den Betäubungsmitteln gehört, unterliegt es einer sehr strengen Verschreibungspflicht.

Wirkungsweise des Schmerzmittels
Wie schon zuvor erwähnt, gehört das Medikament zu den opioiden Schmerzmitteln und besitzt eine schmerzstillende Wirkung. Dabei hemmt der Wirkstoff Buprenorphin die Schmerzentstehung im Gehirn sowie im Rückenmark. Dabei bindet der Wirkstoff die Opiat-Rezeptoren und zeigt eine Wirkungsdauer von ungefähr sechs bis acht Stunden. Dagegen führt der Wirkstoff in der Drogenersatztherapie zu einer Blockade der Opiat-Rezeptoren. Zudem wird auch das Bedürfnis nach Drogen befriedigt. Im Gegensatz zu anderen opioiden Schmerzmitteln, wird bei Buprenorphin die Wirkung bei entsprechender Dosierung nicht stärker. Sozusagen begrenzt der Wirkstoff seine eigene Wirkung. Aus diesem Grund ist der Wirkstoff nicht zum Missbrauch geeignet, wie zum Beispiel Morphin. Morphin wird immer stärker wirksam, je mehr der Patient davon einnimmt. Zudem wirkt Buprenorphin ungefähr dreißig mal stärker als Morphin. Indes wird das Medikament auch nur in kleinen beziehungsweise niedrigen Dosen eingesetzt.

Nebenwirkungen
Nebenwirkungen müssen im Allgemeinen nicht auftreten, können aber. Jeder Patient reagiert unterschiedlich auf Schmerzmittel. Zudem können die Nebenwirkungen je nach Arzneiform und Dosierung unterschiedlich sein. Als häufige Nebenwirkungen sind Müdigkeit und Schlaf bekannt. Weniger häufig können Schweißausbrüche, Schwindel und Benommenheit, Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Übelkeit und Erbrechen sowie niedriger Blutdruck vorkommen.