Burn Out Syndrom - Behandlungsmöglichkeiten

Eine gute Möglichkeit das Burn Out Syndrom zu behandeln, ist zunächst einmal - natürlich mit Einverständnis des Patienten - einen Psychologen hinzuzuholen.


Nach einem Burn-Out, sprich dem nervlichen und körperlichen Zusammenbruch eines Menschen, sollten mehrere Schritte eingeleitet werden. Spätestens der damit verbundene Kollaps eines Patienten sollte klar gemacht haben, dass es nun allerhöchste Zeit ist, Veränderungen im Leben des Betroffenen herbeizuführen. Denn das Burn-Out-Syndrom ist eine Krankheit, die unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden muss.

 

Behandlung notwendig!

Bei besonders schweren Fällen ist manchmal sogar ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus zwingend notwenig, damit der Patient aus seinem Alltag herausgerissen wird und so die Chance hat, nach einer sehr langen Zeit zum ersten Mal wieder zur Ruhe zu kommen.

Akute Möglichkeiten
Ein erster Schritt in Richtung Genesung ist es auch, dass sich der Betroffene, eventuell durch Mithilfe eines Psychologen, über seine eigene Situation bewusst wird. Eventuell kann auch eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein. Hierbei ist es ganz wichtig, zu erkennen, dass ein Burn Out Syndrom nichts mit Versagen im Beruf oder anderen Bereichen zu tun hat. Eine ständige Überforderung, sowohl auf psychischer als auch auf physischer Ebene kann niemand lange aushalten. Wurden dann auch die Warnsignale des Körpers aufgrund eines überzogenen Leistungsanspruchs an sich selbst, einfach ignoriert, ist die Folge verheerend. Daher ist bei manchen Patienten, die unter schweren Symptomen des Burn-Out-Syndroms leiden, ein Aufenthalt im Krankenhaus notwenig. Leider weigern sich manche gesetzliche Krankenkassen, die Kosten hierfür zu übernehmen. Privat versicherte Patienten haben diesbezüglich oft bessere Chancen.

Langfristige Möglichkeiten
Um die Genesung von einem Burn Out Syndrom herbeizuführen, sollte der Patient unbedingt seine Gewohnheiten, sprich den Umgang mit sich selbst, ändern. Für den Arbeitsalltag kann das bedeuten, dass der Patient auf regelmäßige kleine Pausen und Mahlzeiten achtet. Des Weiteren hilft der sorgsame Umgang mit der eigenen Zeit. Setzen Sie sich nicht selbst zu stark unter Druck, sondern lernen Sie die Dinge in ihrer hierarchischen Wichtigkeit zu erledigen. Dies hilft ausschlaggebend dabei, sich nicht von Kleinigkeiten aufhalten zu lassen, sondern die Aufgaben zielgerichtet zu meistern. Dennoch sollten Sie sich zwischendurch trotz eines hohen Leistungsanspruchs an sich selbst etwas gönnen. Pflegen Sie Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen, verabreden Sie sich, gehen Sie essen oder treffen Sie sich mal wieder mit Ihrem besten Freund zum ausgiebigen Plausch in der Sauna. Schaffen Sie selbst eine gesunde Abwechslung zwischen Freizeit und Berufsleben. Lernen Sie, sorgsam mit Ihren Energiereserven umzugehen.

Bewegung ist wichtig!
Auch Bewegung jeglicher Art kann sowohl den Heilungsprozess fördern als auch als Präventivmaßnahme wirken. Ausgedehnte Spaziergänge oder auch das morgendliche Joggen durch den Park bringen Schwung in den Organismus und helfen, ein ausgewogenes Gleichgewicht aus Anspannung und Entspannung herzustellen. Wenn Ihnen dies gelingt, stehen die Chancen gut, dass Ihr Burn Out Syndrom auch wieder ausheilt, und Sie haben gleichzeitig gelernt, wie Sie künftig eine Wiederholung dieser Krankheit vermeiden können.