Burnoutsyndrom - Time Out des Körpers

Ein erstes Anzeichen für ein Burnoutsyndrom könnte unter anderem eine Schlafstörung sein. Innere Unruhe ist ebenfalls ein Symptom hierfür.


Der Begriff des Burnoutsyndroms ist mittlerweile in aller Munde und wird auch von Laien als Erkrankung der Psyche gewertet. Das Wort enstammt eigentlich der Kernphysik und beschreibt ausgebrannte Kernstäbe eines Atomreaktors, die durch Überhitzung förmlich ausbrennen. Diese physikalische Reaktion wurde auf die menschliche Psyche übertragen und beschreibt ein komplexes Krankheitsbild. Viele Menschen, die am Burnoutsyndrom erkrankt sind, werden arbeitsunfähig und sind nicht in der Lage, Freude zu empfinden - sie fühlen sich ausgebrannt. Besonders zwischen-menschliche Beziehungen leiden zunehmend unter dem psychischen Zustand des Patienten. Doch was steht wirklich hinter dieser seltsamen Krankheit, wie wird sie diagnostiziert und wo sind die Unterschiede zwischen temporärer Erschöpfung und einem ausgereiften Burnoutsyndrom zu sehen?

Erste Anzeichen und mögliche Auslöser
Über die Anzeichen, die für ein Burn-Out-Syndrom sprechen, herrscht auch bei den Experten keine Einigkeit. Auch ist man bezüglich der Auslöser unterschiedlicher Ansichten, und eigentlich sind die Faktoren, die zu einem Burn-Out-Syndrom führen, ähnlich wie bei anderen Erkrankungen der Seele, individuell zu sehen. Dennoch hat diese Reaktion des Nervensystems und der Stoffwechselprozesse im Körper stets etwas mit einer andauernden Überlastung zu tun. Diese kann bei jedem Patienten von unterschiedlicher Natur sein. Dennoch fühlt sich ein Großteil der berfagten Burn- Out-Sydrom Patienten mit der augenblicklichen Lebenssituation überfordert. Gründe für die Belastung, die zu einem Gefühl von kontinuierlicher Erschöpfung führen, sind bei den meisten Personen am Arbeitsplatz oder im direkten persönlichen Umfeld zu finden. Sorgen jagen durch das Unterbewusstsein und bereiten den Betroffenen schlaflose Nächte. Ein Teufelskreis, geprägt von innerer Unruhe beginnt.

Schlafstörungen als mögliches Indiz
Andauernde Schlafstörungen können daher ein Indikator für ein Burn-Out-Syndrom sein. Selbst während des Schlafes kommt das Gehirn solcher Menschen nicht zur Ruhe. Im Gegenteil, es weißt sogar in der eigentlichen Ruhephase des Schlafes eine erhöhte Aktivität auf. Diese Überreaktion beeinträchtigt den gesamten Organismus. Weder Körper noch Geist können sich von den Geschehnissen des Tages entspannen. Begleitsymptome wie Pulsrasen oder Kopfschmerzen sind daher in der Nacht keine Seltenheit. Besonders Menschen, die zu hohe Erwartungen an sich haben oder nicht genug Unterstützung von anderen Menschen bekommen, gelten als gefährdet. Auch körperlich macht sich das Burn-Out-Syndrom zunehmend bemerkbar. Ständige Müdigkeit und Magenbeschwerden gehören zu den häufigsten Symptomen. Nicht selten kommt es zu Schwindelanfällen, die in einer temporären Ohnmacht enden können.

Symptome des Burnoutsyndroms
Dennoch, das Burn-Out-Syndrom fängt man sich nicht wie einen grippalen Infekt plötzlich über Nacht ein und der Körper gibt Vorfeld ausreichende Warnschüsse ab, die, wenn man sie richtig interpretiert und daraus die notwendigen Konsequenzen zieht, die Ausreifung des Burn-Out-Syndroms verhindern. Besonders Dauerstress und das kontinuierliche Ausschöpfen der eigenen Arbeitskraft bis an eine maximale Belastungsgrenze führen unweigerlich bei den meisten Menschen zu dieser Krankheit. Der eigene Körper beginnt dann, langsam aber kontinuierlich, die Symptome auszubilden, die dann zu einem maximalen Erschöpfungstand führen. Lassen Sie es erst gar nicht soweit kommen, sondern leiten Sie die notwenigen Maßnahmen ein. Denn dann können sich auch erste Anzeichen für ein Burn-Out-Syndrom wieder zurückbilden. Ansonsten bleibt als einziger Ausweg zumeist nur eine Therapie.