Business-Kleidung für die Frau

Eine Frau, die Karriere machen möchte, muss sich kleiden wie ein Mann? Keineswegs. Weibliche Reize sind bei der Business-Kleidung für die Frau durchaus erlaubt.


Kleidung ist viel mehr als eine Hülle, um unseren Körper vor fremden Blicken zu schützen, ihn warm zu halten oder vor Witterungseinflüssen zu bewahren. Mit welchen Textilien wir uns verhüllen, sagt gleichzeitig auch viel über unsere Persönlichkeit aus. Nirgendwo gilt das so sehr wie im Berufsleben. In hochseriösen Berufen – besonders solchen mit Kundenkontakt – müssen die Angestellten Fachverstand und Vertrauenswürdigkeit ausstrahlen, um einerseits die Firma bestmöglich zu repräsentieren und andererseits sich selbst als einen Teil des Unternehmens darzustellen. Besonders Frauen müssen durch seriöse Kleidung ihre Qualifikation und Eignung unterstreichen, anders als bei den Männern müssen sie aber viel mehr beachten, um sich selbst treu zu bleiben, aber auch im Sinne der Firma gekleidet zu sein.

Weiblich, aber nicht sexy

  • Frauen, die in Versicherungen oder Banken arbeiten, müssen ihre Weiblichkeit nicht verstecken. Statt des klassischen Kostüms dürfen auch Röcke mit passender Bluse und Blazer getragen werden. Jedoch darf das Outfit nicht zu offenherzig sein. Für Röcke gilt: maximal eine Handbreite über dem Knie und der Ausschnitt bis zur Achselhöhe, zu viel Haut ist unprofessionell.
  • Auch im Sommer darf die Business-Bekleidung für die Frau zwar luftiger, aber nicht freizügiger sein, statt der Bluse ist auch ein enganliegender Body erlaubt, dann jedoch muss der Blazer anbehalten bleiben. Durchsichtige Oberteile, Miniröcke, Spaghettiträger oder der Verzicht auf eine Strumpfhose – auch im Sommer – ist aber absolut tabu. Übrigens: Beine und Achseln sollten immer makellos rasiert sein, besonders, wenn Sie gerne Röcke tragen.

Apropos Schuhe

  • Generell gilt es einen rundum gepflegten Gesamteindruck zu hinterlassen. Das Outfit sollte in gedeckten Farben (Dunkelblau, Braun oder Grau) gehalten und nur durch einige Accessoires aufgewertet werden. Das Attribut „gepflegt“ erstreckt sich auch auf die Fußbekleidung. Sauber, intakt und hochwertig müssen die Schuhe sein.
  • Da man möglichst klassische und immer aktuelle Modelle wählen sollte, lohnt die Investition in hochwertige Schuhe oder gar Maßanfertigungen, denn ein Exemplar mit Plastikabsatz kann schnell den ersten positiven Eindruck zunichtemachen. Auch wenn Sie Schuhe lieben, Ihre Lieblingsmodelle, die in auffälligen Farben gehalten oder mit aufwendigen Mustern und Verzierungen versehen sind, sollten Sie lieber nur in der Freizeit tragen. Auch Stiefel, so schön sie auch immer sein mögen, sind im Büro tabu.

Make-up, Parfüm, Taschen und Co.

  • Was für die Business-Bekleidung gilt, ist auch die oberste Regel bei den Accessoires, Make-up und Parfüm, sie sollten typgerecht sein und Akzente setzen, sich aber keinesfalls in den Vordergrund drängen. Make-up, Parfüm und Schmuck sollten dezent sein. Modeschmuck – wenn überhaupt – sollte nie mit echtem Schmuck kombiniert werden.
  • Auch die Haare und Finger müssen einen gepflegten Eindruck hinterlassen. In konservativen Kreisen kann langes Haar schnell anecken, deshalb sollten Frauen im Beruf immer einen Pferdeschwanz oder eine Hochsteckfrisur tragen. Wenn die Haare gefärbt sind, sollten sie regelmäßig nachgefärbt werden, damit sich kein unschöner Ansatz zeigt.
  • Auch wenn Sie in einer hochseriösen Bank arbeiten und sich mit Geschäftspartnern treffen, dürfen Sie neben einer Akten- oder Laptoptasche auch Ihre Handtasche mitnehmen. Aber auch diese sollte dem Outfit angepasst sein. Ein sportlicher Rucksack ist nicht angemessen.