Cache leeren: zur Sicherheit am Arbeitsplatz

Wer keine unnötigen Risiken eingehen will, sollte seinen Internetverlauf löschen und den Cache leeren.


Freuen Sie sich, wenn Ihr Browser schon nach den ersten eingetippten Buchstaben errät, welche Internetadresse Sie aufrufen wollen? Diese prophetische Gabe haben Sie dem Cache zu verdanken, dem Gedächtnis Ihres Browsers, der darin alle Seiten speichert, die Sie aufrufen. Das ist zwar arbeitserleichternd und spart Ihnen die Mühe, die Adresse neu einzutippen oder zu googlen, birgt aber auch einige Risiken in sich, die Sie ausschließen können, wenn Sie regelmäßig den Cache leeren und den gesamten Verlauf löschen.

Big Brother ist immer dabei
Oft sind wir nicht die einzigen, die Zugang zu unseren Benutzerdaten haben. Nicht nur zuhause müssen wir den PC mit anderen teilen, auch am Arbeitsplatz haben eventuell Kollegen, auf jeden Fall aber der Chef und der Administrator Zugriff darauf. Ihnen ist es jederzeit möglich, Ihre Internetaktivitäten haarklein nachzuvollziehen, wenn Sie nicht den Cache leeren. Mag sein, dass Sie ganz ehrenhaft auf alle privaten Aktivitäten am Firmenrechner verzichten, aber auch beim berufsbedingten Surfen ruft man manchmal irrtümlich Seiten auf, die völlig daneben sind. Wollen Sie wirklich, dass Ihr Chef diese Zugriffe dokumentiert vorgelegt bekommt und im Bedarfsfall einmal gegen Sie verwenden könnte?

Keine veralteten Seiten riskieren
Manchmal hat es auch ganz technische Gründe, warum man seinen Cache leeren sollt: Die Seiten, die der Browser gespeichert hat sind veraltet und Sie gelangen durch diesen Rückgriff des PCs auf den Speicher nicht auf die aktuellen Internetseiten. Manchmal bewirken diese alten Daten im Cache auch Fehlfunktionen und Programmabstürze. Spätestens dann ist es höchste Zeit und Sie müssen den Cache leeren.

So können Sie Ihren Cache leeren
Auch wer kein PC-Profi ist, kann den Vorgang des Leerens ganz leicht selbst durchführen: Im Internet Explorer gelangen Sie über den Menüpunkt "Extras" zu den "Internetoptionen" und können dort den Browserverlauf löschen, wahlweise alles oder gezielt den Verlauf, Cookies oder gespeicherte Kennwörter. Wenn Sie den Firefox verwenden, heißt die entsprechende Funktion unter dem Menüpunkt "Extras" "Neueste Chronik löschen". Google Chrome hingegen bietet unter dem Schraubenschlüssel-Symbol und dem Stichwort "Tools" die Möglichkeit "Internetdaten löschen".

Routine schafft Sicherheit
Gewöhnen Sie es sich am besten beim Beenden jeder Internetsitzung an, auf Nummer sicher zu gehen und den Verlauf zu löschen. Und für alle, die zuhause surfen oder die auch am Geschäfts-PC die Berechtigung haben, selbst Programme zu installieren, bieten sich kleine Tools und Freewareprogramme an, die einem diese regelmäßige Arbeit abnehmen und beim Schließen des Browsers automatisch alle Speicher bereinigen.