Cagiva Navigator im Test

Die Cagiva Navigator, kraftvolle Allrounderin aus Varese, verspricht die Kombination sportlichen Fahrspasses mit dem Komfort einer Reisemaschine.


Die Cagiva Navigator von Ducati ist eine echte Mischung aus einer sportlichen Enduro Maschine und dem Komfort einer reinen Straßenmaschine. Zwischenzeitlich hat Cagiva die edle Cagiva Navigator überholt. Kraft und Komfort bieten eine unschlagbare Mischung. Sie repräsentiert die technologische Quintessenz aus einer off-road Maschine und einem Straßen-Motorrad.

Auf der Schotterpiste und auf der Flaniermeile gleichermaßen zu Hause
2004 wurde die Cagiva Navigator erstmalig neu aufgelegt. Dies bezog einen neuen schwarzen Rahmen und neue Räder mit ein, identisch mit Zylinder und der Gepäckhalterung.
Der Twin-Motor überzeugt schon im Leerlauf mit kräftigem Sound. Vom Hersteller werden 97 PS als Stärke angegeben. Auch wenn es ab und an zu einer Fehlzündung kommt, ist die Cagiva Navigator durchaus zivilisiert. Es liegt ausschließlich am Fahrer, ob die Maschine mit 2000 Touren im sechsten Gang gelassen ihre Bahnen zieht, oder mit Tempo 200 über die Autobahn prescht. Den größten Fahrspaß entwickelt die Navigator nicht auf der Autobahn, sondern auf kurvigen Landstraßen, die möglichst noch mit Schlaglöchern übersät sind. Der niedrige Schwerpunkt lassen die Maschine zu einer lebhaften Partnerin werden. Das Fahrwerk ist feinfühlig genug, um Schlaglöchern den Schrecken zu nehmen, ohne zu schwanken. Selbst bei einer Vollbremsung gehen die Federbeine nicht bis zum Ende durch. Entspanntes Kurvenfahren rührt nicht zuletzt aus der bequemen Sitzbank heraus, die auch eine Zweier-Besetzung zum Cruisen einlädt. Die Abstände in der Sitzposition der Cagiva Navigator sind bequem und Kupplung und Bremse gut erreichbar, da diese einstellbar sind.

Eingeschränkte off-road Fähigkeiten
Abstriche müssen für ausführliche Geländefahrten gemacht werden. Dafür ist die Bodenfreiheit der  Cagiva Navigator zu gering, der Kühler zu weit herunter gezogen. Leider hat Ducati auch auf einen ausreichenden Schutz des Motorblocks verzichtet, und für off-road Fahrten den Ölfilter zu tief gehängt. Ungepflasterte Straßen sind jedoch wieder dankbares Terrain für die Vareserin. Die Bremsen sind kräftig genug, und lassen sich auch auf rutschigem Untergrund gut dosieren.
Bei aller Motorstärke und daraus resultierender Vibration bietet der Rückspiegel ein klares Bild. Die Ausstattung zum Gepäcktransport gibt es auf Wunsch. Weshalb Uhr und Hauptständer fehlen, ist jedoch unklar.