Camellia Japonica - Pflege und Standortwahl

Mit der Camellia Japonica, „der Rose des Winters“, kann man sich zu einer ungewöhnlichen Zeit an sehr schönen und farbenprächtigen Blüten erfreuen.


Sicherlich kennt jeder das wunderschöne Teebaumgewächs Camellia Japonica mit den charakteristisch prachtvollen Blüten. In diesem Jahr (2011) begehen wir den 350. Geburtstag von demjenigen, dessen Namen die Kamelie ihre Bezeichnung verdankt, gemeint ist damit der tschechische Hobby-Botaniker Georgius Josephus Camel (1661 – 1706). Ihm zu Ehren benannte Carl von Linné, ein bedeutender Botaniker seiner Zeit, die Pflanzengattung Camellia.

Die Geschichte und Herkunft der Camellia Japonica
Das immergrüne Gehölz Kamelie, kommt ursprünglich aus dem Osten Asiens, genauer gesagt aus dem Raum von China, Indien und Japan. Dort wurde und wird sie immer noch nicht nur als Pflanze gesehen sondern auch als Heilmittel, als Kosmetikmittel, als Tee, in vergangenen Zeiten sogar als Lampenöl und als schonender Waschmittelzusatz benutzt. Dabei sind dies noch nicht einmal alle Verwendungszwecke der vielseitigen Pflanze.
Darüber, wie die Camellia Japonica ihren Weg nach Europa fand gibt es viele verschiedene Spekulationen. Am ehesten wird aber angenommen, dass die ersten Arten der Camellia Japonica in den Königshäusern von England auftauchten und von dort über viele Wege in ganz Europa verbreitet wurden.
Heute ist die Pflanze aus der Familie der Teebaumgewächse (Theaceae) mit geschätzten 300 verschiedenen Arten und ungefähr 30.000 verschiedenen Sorten in der ganzen Welt vertreten. Wobei die sicherlich bekannteste und älteste deutsche Kamelie im Pillnitzer Schlossgarten in Sachsen zu finden ist. Diese ist über 200 Jahre alt und trägt zur Blütezeit etwa 35.000 Blüten.

Pflanz- und Pflegetipps zu der Camellia Japonica
Leider wird die kühle Dame Camellia Japonica immer noch oft als Zimmerpflanze angeboten und der Käufer wundert sich, dass die eigentlich gut gepflegte Pflanze ihre Blätter oder die Knospen verliert, bevor diese aufgegangen sind. Egal ob die ausgesuchte Pflanze im Kübel oder direkt im Erdreich gepflanzt wird, die Kamelie braucht einen geschützten, hellen bis halbschattigen Standort, ohne eine direkte Sonnenstrahlung. Der beste Platz mit diesen Voraussetzungen ist zum Beispiel der Wintergarten, oder auch das Gewächshaus. Zumal dort die nötige Luftfeuchtigkeit herrscht, die unsere Pflanze aufgrund ihrer subtropischen Herkunft besonders mag.

Ruhezeit
In der Ruhezeit der Camellia Japonica, welche von etwa Oktober bis zum Ende der Blütezeit reicht, sollte man die Pflanze nur wenig gießen und nicht düngen. Auf gar keinen Fall darf es zu einer Staunässe kommen, da sonst ein Schimmelbefall begünstigt wird, der wiederum zu einem Wurzelabsterben führen kann. Positiv wirkt dagegen ein gelegentliches Besprühen der Pflanze.

Vegetationszeit
In der Vegetationszeit der Camellia Japonica, also die Zeit von dem neuen Austrieb bis etwa Ende Juni, Anfang Juli, heißt es dagegen: regelmäßig gießen sowie ein regelmäßiges Düngen mit einem sauren Dünger, wie zum Beispiel Rhododendrondünger.
Danach, also von Ende Juni bis Oktober ist die spannende Zeit der Knospenbildung, was für den Kamelienbesitzer bedeutet, dass seine Camellia Japonica viel Licht braucht und bis die ersten Blüten sichtbar werden, bedeutet dies auch ein sparsameres Gießen und kein düngen.
Wenn man diese Pflegehinweise beachtet und gut auf seine Pflanze „hört“, wird man sich sicherlich eine lange Zeit an seiner schönen Camellia Japonica erfreuen können.