Cannabis ist der Oberbegriff für die aus der Hanfpflanze gewonnen Drogen Marihuana, Haschisch und Haschöl. Marihuana oder Gras wird aus den getrockneten Blättern und Blüten der weiblichen Cannabispflanze gewonnen, während Haschisch, das auch unter den Namen Dope, Shit, Piece oder Kanten bekannt ist, aus dem Harz der Blütenstände der weiblichen Pflanzen stammt. Das Harz wird nach der Gewinnung zu Platten gepresst, um es besser lagern und transportieren zu können. Die weiblichen Pflanzen werden verwendet, da sie einen höheren Gehalt am psychoaktiven Inhaltsstoff Tetrahydrocannabinol – kurz THC – aufweisen. Besonders konzentriert findet man THC im Haschöl, das ebenfalls aus den Blütenständen der Pflanze gewonnen wird. Das Öl wird auf Zigaretten oder Speisen geträufelt.
Cannabis-Konsum
Gras und Haschisch werden mit einer Wasserpfeife – einer sogenannten Bong – oder mit Tabak in Form von Joints inhaliert. Manche Konsumenten trinken den Aufguss der getrockneten Blüten oder mischen die Droge in Kuchen, Kekse oder Schokolade. Die Wirkung der Droge setzt beim Inhalieren nach etwa zehn bis 20 Minuten ein und hält im Durchschnitt zwischen drei bis sechs Stunden an. Nach einer Zeitspanne von etwa 40 Minuten hat das Rauschgefühl seinen Höhepunkt erreicht und klingt langsam ab.
Wirkung von Cannabis
Cannabis ist auf der ganzen Welt die meistkonsumierte, illegale Droge. Der Konsum von Gras und Haschisch wirkt je nach Stimmungslage und körperlicher Verfassung des Konsumenten beruhigend und schmerzlindernd, kann aber auch zu Abgeschlagenheit und Desinteresse führen. THC wirkt auf das vegetative Nervensystem des Menschen und kann dort schon in geringen Mengen ein Gefühl der Euphorie auslösen. Bei Cannabis handelt es sich um ein Halluzinogen, welches durch den Konsum Sinneseindrücke verstärkt oder eine veränderte Geräuschs- und Farbwahrnehmung bewirkt. Da THC äußere und innerliche Eindrücke intensiviert, können auch Gefühle wie Angst oder Panik verstärkt und der Rausch zu einem wahren Horrortrip werden. Des Weiteren kommt es durch den Konsum von Cannabis zu einer verkürzten Reaktionszeit, was besonders im Straßenverkehr schwere Folgen haben kann. Der regelmäßigem Gebrauch von Gras und Haschisch kann zu Beeinträchtigungen des Konzentrationsvermögens und des Gedächtnisses führen. Cannabis macht zwar nicht körperlich abhängig, jedoch sind gerade labile Menschen gefährdet psychisch von der Droge abhängig zu werden.
Risiken von Cannabis
Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann der regelmäßige Konsum von Haschisch und Marihuana zu sowohl körperlichen als auch psychischen Spätfolgen führen. Bei Kindern und Jugendlichen wurden Folgen wie eine verzögerte Persönlichkeitsentwicklung, Depressionen, Angstzustände, Unruhe, Schweißausbrüche und Schlafstörungen festgestellt. Außerdem litten viele Konsumenten an Symptomen wie Bluthochdruck, Halluzinationen und komplettem Leistungsverlust. Einige Patienten leiden noch nach Jahren intensivem Konsums an sogenannten Flashbacks, in denen sie die Gefühle während des Rausches nochmals durchleben. Außerdem zeigten Langzeitstudien, dass der Marihuana-Rauch bei regelmäßigem Konsum bösartige Veränderungen am Lungengewebe verursachte und dass die Menge an Teerprodukte in der Lunge, die Lungenkrebs bewirken können, vier- bis sechsmal so hoch wie bei einer normalen Zigarette ist.