Carbid: Wirkungsvoll gegen Maulwürfe

So niedlich die kleinen Tiere auch sein mögen, können sie zu einer echten Plage werden. Mit Carbid lassen sie sich vertreiben, doch über den Umgang mit diesem Mittel sollte man Bescheid wissen.


Bei Carbid handelt es sich um eine schwarze, steinähnliche Materie. In Verbindung mit Wasser oder Feuchtigkeit bildet sich Ethin, das leicht entflammbar ist. Aufgrund der Brennfähigkeit wurde dies früher für Lampen benutzt, die im Bergbau und auch bei Höhlenforschungen verwendet wurden.
Nach dem zweiten Weltkrieg war Carbid leicht zu bekommen, da damit Schweißer arbeiteten und Fahrradlampen hergestellt wurden. Die Hungersnot trieb viele dazu, dieses Material zum Abfischen zu nutzen. Die Fische wurden durch das entstehende Gas bewegungsunfähig und konnten problemlos eingesammelt werden. Dies ist jedoch nicht zur Nachahmung geeignet und zudem verboten.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Verwendung
Wie bereits erwähnt wird Calciumcarbid im Kontakt mit Wasser oder durch Feuchtigkeit leicht entzündbar. Das Gas Ethin entsteht und hat sich ein Brand gebildet, so ist er auch nicht mit Wasser zu löschen. Im Gegenteil: Je mehr Wasser darauf geschüttet wird, desto höher werden die Flammen.
Trockensand oder Pulver eignen sich zum löschen solcher Feuer.
Es sollte darauf geachtet werden, dass Carbid trocken gelagert wird und nicht in Naturschutzgebieten oder in der Nähe von Heilquellen angewendet wird.

Maulwürfe und Wühlmäuse
Wer kennt sie nicht, diese eigentlich niedlichen Tiere, die unter der Erde leben. Schädlinge für unseren Garten sind die Nahrungsquelle dieser Tiere. Maulwürfe und Wühlmäuse sorgen zudem für eine Auflockerung des Bodens. Aus diesem Blickwinkel betrachtet handelt es sich um nützliche Tiere. Sie können jedoch zu einer reinen Plage werden und falls Ihr Garten mit Maulwurfshügeln übersät ist, werden Sie auch nichts nützlich Niedliches mehr empfinden können. Für die Anwendung mit Carbid gehen Sie folgendermaßen vor: Graben Sie zwei bis drei Hügel auf, bis Sie Gänge entdecken. Nun wird in jedes Loch Carbid gelegt, wobei ein bis zwei Körner völlig ausreichend sind. Jetzt wird etwas Wasser auf das Carbid geschüttet und die Erdöffnung schnell mit Stein oder Erde abgedeckt. Es sollte luftdicht abgeschlossen sein, damit die entstehenden Gase nicht entweichen können. Dieses Gas wird nun durch die Maulwurfgänge ziehen und das Tier in die Flucht schlagen.