Carport Anbau - Informationen zum selber bauen

Der Carport Anbau als günstige Alternative zur Fertiggarage oder als Ergänzung zu einer bestehender Garage, um sein Fahrzeug vor Witterungseinflüssen zu schonen.


Der Carport bietet zwar wenig Schutz vor Mardern oder anderem Getier, hat aber den entscheidenden Vorteil, dass er aufgrund seiner Durchlüftung dem Auto ein viel besseres Klima bietet, als beispielsweise Massiv-Garagen. Gerade diese haben das Problem, dass in ihnen meist das betriebswarme Auto abgestellt und dann das Garagentor geschlossen wird. Durch das Abkühlen kommt es nun zur Wasser-Kondensation, Rostschäden und defekte Dichtungen sind vorprogrammiert.

Carport Anbau – welche Dachform?
Unter den verschiedenen Unterstellbauten hat der Carport Anbau mit Satteldach entscheidende Vorteile. Erstens, ist diese alte bewährte Dachform äußerst wasserabweisend, da sich kaum Stauwasser ansammeln kann, wie es beispielsweise bei Flachdächern der Fall wäre. Außerdem besitzt der Carport mit Satteldach ein große Potential im Dachspitz über der eigentlichen Stellfläche, die beispielsweise über eine Leiter als zusätzlicher Lagerraum genutzt werden kann.

Planung ist das A und O
Wie bei vielen Bauvorhaben ist eine genaue Vorplanung vorab entscheiden für das erfolgreiche Gelingen. Zuerst muss man sich darüber klar werden, wie groß der Carport Anbau werden soll und welche Funktionen er beinhalten soll. Ist ein zusätzlicher Abstellraum geplant? Soll neben den beiden Autos noch Stellplatz für Fahrräder oder Roller vorhanden sein. Sind diese Fragen geklärt, ist der nächste Schritt die rechtlichen Voraussetzungen zu prüfen. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Regelungen ob und ab welcher Größe eine Baugenehmigung benötigt wird. Auskunft hierzu erteilt die örtliche Bauverwaltung bei der Kommune. Nächster Schritt ist die Frage der Standsicherheit. Während fertige Bausätze bereits einen fertig berechnete Typenstatik beinhalten, muss diese bei eigenen Entwürfen durch einen Fachmann erstellt werden. Vorsicht: Viele Fertigbausätze haben nur eine Zulassung für die kleinste Schneelastzone Eins. Befindet man sich in schneereicheren Gebieten (beim Deutschen Wetterdienst anfragen) ist der gewählte Bausatz eventuell unterdimensioniert. Sind auch diese Fragen geklärt, muss man sich Gedanken über die Art des Unterbaus machen. Viele Hersteller geben schon vor, welche Fundamente nötig sind, bei Eigenplanung gibt der Tragwerksplaner dieses an. Auch das Thema Entwässerung sollte geklärt werden. Da Wasser aus versiegelten Flächen meistens mit Kanalgebühren verbunden ist, bietet es sich – wie beim Wohnhaus selbst – oft an, das Wasser in einer Zisterne aufzufangen und somit Beiträge zu sparen. Sind alle Fragen geklärt und man verfügt sowohl über das nötige Werkzeug als auch handwerkliche Geschick, steht dem Carport Anbau mit Satteldach nichts mehr im Wege.