Checkliste - Unterlagen und Kostenvoranschläge

Für die Vergabe eines Kredits müssen zahlreiche Unterlagen und Nachweise bei der Bank vorgelegt werden. Um also bei der Bank nicht auf taube Ohren zu stoßen, sollten sie sich gut vorbereiten.


Für die Beantragung des Baukredits sind zahlreiche Unterlagen bei der Bank einzureichen, um die Kreditwürdigkeit des Kunden und das finanzierte Objekt zu bewerten. Bei der Aufnahme eines Baudarlehens ist die Planung der Finanzierung von entscheidender Bedeutung. So müssen in erster Linie die Gesamtkosten feststehen, um den Einsatz von Eigen- und Fremdkapital zu ermitteln. Durch eine exakte Planung wird zudem vermieden, dass es zu einer Nachfinanzierung durch Überschreitung der Baukosten kommt. Diese sind in der Regel mit hohen Zinsen verbunden.
Um die Baukosten planen zu können, sollte daher eine Aufstellung der notwendigen Arbeiten erfolgen, hierzu sollte pro Position wenigstens ein Kostenvoranschlag des Handwerkers eingeholt werden. Sofern ein Architekt das Bauvorhaben begleitet, erstellt auch dieser solche Kostenaufstellungen.

 
Notwendige Unterlagen
Zuerst wird die persönliche Kreditwürdigkeit des Kunden, die Bonität, ermittelt. Sie gibt darüber Auskunft, ob die Kreditbelastung aus dem monatlichen Einkommen tragbar ist. Hierzu sind die letzten drei Gehaltsbescheinigungen vorzulegen, weiterhin lassen sich die Banken den Steuerbescheid des letzten Jahres einreichen, um außergewöhnliche Belastungen zu erkennen. Zudem ist die Angabe weiterer monatlich wiederkehrender Belastungen notwendig, wie etwa Unterhalt oder Ausgaben für Versicherungen. All diese Einnahmen und Ausgaben sind mit den nötigen Unterlagen zu belegen.
Um die Bonität ermitteln zu können, sind auch Angaben zu Vermögen und Verbindlichkeiten notwendig. Die Bestätigung dieser Angaben erfolgt in der Regel durch das Vorlegen vergangener als auch aktueller Kontoauszüge.

Wert der Immobilie
Um ein konkretes Kreditangebot für den Kunden zu erstellen, ermitteln die Banken zudem den Verkehrswert des Hauses - der Wert, der aktuell auf dem regionalen Immobilienmarkt zu erzielen ist. Er ergibt sich aus dem Bodenwert, dem Wert des Grundstückes und dem Sachwert, dem Wert des Gebäudes.
Der Wert der Immobilie wird anhand verschiedener Unterlagen ermittelt. Hierzu gehören ein Grundbuchauszug, der nicht älter als sechs Monate ist, ein Lageplan, woraus der Standort des Hauses ersichtlich ist und die Grundrisszeichungen des Gebäudes. Auch die Baugenehmigung des Bauamtes sowie ein Bauplan für neu errichtete Gebäude sind notwendig.