Chinaschilf - Pflege und Standortwahl

Für jeden Garten und nahezu jeden Standort geeignet, präsentiert sich das Chinaschilf als robuste, pflegeleichte und anspruchslose Pflanze selbst für Hobbygärtner. Es eignet sich ideal als Zierpflanze oder als Sichtschutz für den Gartenteich.


Das je nach Sorte zwischen 1 und 3 Meter hoch wachsende Chinaschilf aus Ostasien erfreut sich großer Beliebtheit auch bei uns – in heimischen Gärten oft als Sichtschutz oder auch um Fischteiche optisch abzurunden. Die Gräser sind äußerst dekorativ, relativ pflegeleicht und durch ihre Sortenvielfalt, welche sich unter anderem durch unterschiedlichste Blattformen und Blattfarben, sowie farbige Blütenstände kennzeichnen, für vielerlei Geschmäcker geeignet.

Der richtige Ort zur richtigen Zeit
Das Chinaschilf liebt Sonne, in Verbindung mit viel Feuchtigkeit. Bereits beim Anpflanzen oder Einsetzen, sollte ein möglichst sonniger Platz gewählt werden, der entweder leicht zu Wässern ist oder witterungsbedingt nicht allzu geschützt liegt, also viel Regen abbekommt. In Verbindung mit einem durchlässigen Boden, ist dies der ideale Standort. Tatsächlich aber ist das Gras verhältnismäßig anspruchslos und robust, so dass es im Notfall auch im Halbschatten recht gut gedeiht. Auch Trockenperioden übersteht das Gras ebenfalls recht gut. Gepflanzt wird es vorzugsweise im Frühjahr, mit einem Pflanzenabstand von etwas über einem Meter. Bereits hier sollte bedacht werden, dass das Schilf, je nach Sorte und Bodenbeschaffenheit, im Idealfall durchaus eine Wurzeltiefe von bis zu 2,5 Metern erreichen kann.

Hegen und Pflegen
Chinaschilf ist grundsätzlich eher pflegeleicht und somit auch für den Hobbygärtner empfehlenswert. Lediglich beim Rückschnitt sollte beachtet werden, dass dieser keinesfalls im Herbst erfolgen darf. Die hohen Niederschlagswerte dieser Jahreszeit führen dazu, dass sich in den durch den Rückschnitt freigelegten Halmen Wasser ansammelt, was dazu führt, dass die Pflanze von innen faulen kann. Ein Rückschnitt im Frühjahr dagegen ist bestens geeignet, um die Pflanze austreiben zu lassen. Bis zum Sommer hat das Gras dann wieder seine gewohnte Höhe erreicht und bleibt auch den Winter über so stehen, bis zum nächsten Rückschnitt im Frühling. Der Rückschnitt sollte radikal geschehen, das heißt, dass man die Halme des Chinaschilf auf 10-15 Zentimeter stutzt. Häufig liest man von einer Wurzelsperre, damit sich das Chinaschilf nicht ungehindert ausbreiten kann. Tatsächlich wächst es mit der Zeit, langsam aber stetig, in die Breite und bildet dabei seine Ausläufer über das Wurzelwerk. Wer direkt an das Chinaschilf angrenzende, pflegeintensive, Grünflächen betreibt, der sollte eine sogenannte Rhizomsperre verbauen, die die Wurzeln an der Ausbreitung hindert.