Cholesterinspiegel senken durch Statine

Die ärztliche Empfehlung: Cholesterinspiegel senken. Statine bauen die gefährlichen Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden wieder ab.


Die ärztliche Empfehlung "Cholesterinspiegel senken" trifft viele Patienten unerwartet. Wichtig ist es dennoch. Denn Cholesterin kann sich in die Herzkranzgefäße einlagern und das Herz belasten. Eine gesunde Lebensweise hält die Blutfettwerte unter Kontrolle und mindert die Gefahr von Bluthochdruck und Infarkt. Jetzt wurde erkannt, dass Cholesterin-Senker auch die gefährlichen Ablagerungen an den Gefäß-Innenwänden abbauen können.

Erst kam Schweinefleisch als Verursacher von hohen Blutfettwerten in Verruf, dann folgten Eier und Butter. Doch Cholesterin ist für unseren Körper kein feindlicher Stoff, denn das Blutfett zählt sogar zu den wichtigen Bausteinen, auf die der Organismus angewiesen ist. Es ist Ausgangsprodukt für Vitamin D, Hormone und Gallensäure. Allerdings fördert ein erhöhter Cholesterinspiegel das Herzinfarkt-Risiko.

Hochdosierte Cholesterin-Senker verhindern nicht nur, dass die Adern immer mehr verstopfen, sie können sogar bestehende Plaque auflösen. Das ist das überraschende Ergebnis einer amerikanischen Studie. Hohe Blutfettwerte erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gemeinsam mit anderen Teilchen lagern sie sich als Plaque an den Innenwänden der Blutgefäße ab, verengen diese und schädigen sie.

Cholesterin-Senker sollen schädliche Fette im Blut reduzieren und so der zunehmenden Plaquebildung entgegenwirken. 

Den Cholesterinspiegel senken kann man mit Statinen, den am häufigsten verordneten Cholesterin-Senkern, die gefährliche Ablagerungen an den Gefäß-Innenwänden sogar wieder abbauen kann. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Eine Gruppe von 507 Patienten erhielt über einen Zeitraum von 24 Monaten täglich 40 mg eines Statins. Im Schnitt sanken die Werte innerhalb der Gruppe vom schlechten Cholesterin LDL um mehr als 53 Prozent. Das gute HDL-Cholesterin stieg im selben Zeitraum um fast 15 Prozent. Das Ergebnis überraschte selbst die Forscher. Interessanter war jedoch, dass die gefährliche Plaque in den Gefäßen zurückgegangen war. Im Schnitt wurden von den Forschern rund neun Prozent weniger Ablagerungen als zu Beginn der Studie gemessen. Dieser Effekt wurde vorher noch nie zuvor beobachtet.

 

 

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