Cider - die beliebteste Variante des Apfelweins

Den Cider kennt man mittlerweile fast auf der ganzen Welt in teils sehr unterschiedlichen Ausführungen. In Deutschland ist es der französische Cidre, der als ein frisches alkoholisches Getränk beliebt ist.


Der Cider oder Cidre ist ein französischer Apfelwein aus dem Pays dAuge in der Normandie, einer Gegend, in der traditionell viele verschiedene Apfelsorten angebaut werden. Der französische Apfelcider hat einen geringen Alkoholgehalt und ist daher kaum mit Apfelwein vergleichbar. Am ehesten ähnelt er teilvergorenem Apfelmost, den man aus Süddeutschland kennt. Dieses leichte und frische Getränk wird gerade in der Szenegastronomie immer beliebter, und oft wird er mittlerweile in Kneipen sogar aus dem Fass geschenkt. Ein Gläschen Cider zum Essen zu genießen, ist auch gar nicht verkehrt, da er eine Menge der Mineralstoffe aus den Äpfeln beinhaltet und für ein alkoholisches Getränk auch noch sehr wenig Kalorien enthält. Bei einem Alkoholgehalt von 6 Prozent sind es etwa 68 Kilokalorien in 150 Milliliter.

Herstellung
Für den Cider werden als Ausgangsrohstoff Apfelsorten mit einem hohen Tanningehalt, also vielen Gerbstoffen, genommen. Diese Äpfel werden einer Fermentierung bei relativ niedrigen Temperaturen, zwischen 4 und 15 Grad Celsius, unterzogen. Kurz bevor der ganze Fruchtzucker der Äpfel umgesetzt wurden, wird der Cider in eine neues Fass umgefüllt, wobei all die Schwebestoffe und die Hefe im alten zurückbleiben. Im neuen Fass wird der Restzucker unter Ausschluss von Luft fermentiert, wodurch Kohlensäure entsteht, die den Cider haltbar macht. Eine Steigerung des Alkoholgehaltes erreicht man durch Zugabe von mehr Zucker. Schon nach kurzer Zeit ist der Cider fertig, doch kann man diesen auch noch zwei bis vier Jahre in einem Fass lagern.

Cider in internationalen Variationen
Doch gibt es bei Cider, vor allem was den Alkoholgehalt angeht, zwischen den Ländern einige Unterschiede. So gibt es von dem französischen und belgischen Cider eine herbe Variante, der Cidre brut, mit 5% Alkoholgehalt und den süßeren Cidre doux mit nur 2, 5%. Der Alkoholgehalt des spanischen Ciders ist ähnlich dem des französischen, nur dass die Spanier nicht einheitliche Bezeichnungen für eine Reihe Abstufungen im Geschmack und Aroma nutzen. Südafrikanische Cider-Varianten sind alle eher trocken ähnlich dem Cider brut und in Schweden bevorzugen die Menschen süße Varianten mit einem Alkoholgehalt zwischen 0,8 und 7,5%. Der alkoholhaltigste Cider ist der englische mit bis zu 12%, der mit unterschiedlichen Geschmacknoten von dry bis zu fruity oder sweet angeboten wird und ein sehr beliebtes Kneipengetränk ist.