Clusterkopfschmerz Diagnose

Zur Clusterkopfschmerz Diagnose kann der Arzt Nitroglyzerin verabreichen, um eine Attacke auszulösen und somit die Symptome von spontan auftretenden Attacken abzugrenzen.


Ursache
Auch bei diesem Kopfschmerztyp bestehen hinsichtlich der Verursachung lediglich Theorien. Eine Theorie, mithilfe derer alle Symptome und Behandlungseffekte erklärt werden können, stützt sich unter anderem auf eine Untersuchung der Blutgefäße hinter einem Auge bei einem Clusterkopfschmerzpatienten während aktiver Clusterperioden. Wie die Untersuchung zeigt, liegt eine nicht durch Viren verursachte (aseptische) Entzündung der venösen Blutgefäße vor, die für die Reizung der Nervenfasern gleich auf zweifache Weise verantwortlich sein kann. Eine Reizung der Nervenfasern kann sowohl durch entzündungsverursachende Botenstoffe als auch durch ein vergrößertes Blutgefäß entstehen.

Clusterkopfschmerz Diagnose
Das – wie die Bezeichnung des Kopfschmerztypus verrät – haufenweise Auftreten von Kopfschmerzattacken versucht eine große Anzahl Betroffener mit Schmerzmitteln zu behandeln, ohne ärztlichen Rat eingeholt zu haben. Patienten mit Clusterkopfschmerzen konsultieren häufig erst dann einen Arzt, wenn die Clusterperioden länger werden und die charakteristischen Begleitstörungen zu großen Beeinträchtigungen im Alltag führen.

Da sich Clusterkopfschmerzen laut den Aussagen von Patienten zumeist durch ein heftiges Stechen über oder hinter nur einem Auge bemerkbar machen und es dabei in den meisten Fällen zu typischen Begleitstörungen kommt, kann die genaue Patientenselbstbeobachtung ergänzt werden durch die Dokumentation mittels Video oder Foto. Als typische neurologische Begleitstörungen sind unter anderem die Rötung des von Schmerzen betroffenen Auges, eine Pupillenverengung sowie Tränenfluss und ein hängendes Lid beim schmerzenden Auge bekannt. Ein weiteres Verfahren bei der Clusterkopfschmerz Diagnose ist das Verabreichen von Nitroglycerin in Tablettenform. So kann eine Clusterattacke gewollt ausgelöst und mit den ansonsten spontan auftretenden Attacken verglichen werden.

Normalerweise fällt Patienten die Beschreibung des Auftretens der Schmerzattacken nicht weiter schwer. Allerdings kann sich die Erfassung der Dauer des Clusterkopfschmerzes als problematisch erweisen. Bei einer Vielzahl auftretender Schmerzwellen ist der Erkrankte oft verunsichert, ob es sich um eine einzelne Attacke, die sich mit Unterbrechungen über einen längeren Zeitraum hinzieht, oder um mehrere einzelne Attacken handelt. Auch hier bietet sich das Führen eines Kopfschmerzkalenders oder -tagebuchs an, um das Auftreten der Schmerzen zu protokollieren und anschließend deuten zu können.

Clusterkopfschmerz und Migräne
Allmählich schwieriger wird eine Abgrenzung des Clusterkopfschmerzes von der Migräne, denn wie neue Studien zeigen, nähern sich die Symptome des Clusterkopfschmerzes denen der Migräne an. Laut aktuellen Untersuchungen leiden auch die Betroffenen des Clusterkopfschmerzes zunehmend unter Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Darüber hinaus stellt ein Viertel der Clusterkopfschmerzpatienten eine visuelle Aura vor dem Eintreten des Kopfschmerzanfalls fest, wodurch die Ähnlichkeit mit Migräne noch deutlicher und die Abgrenzung der Krankheiten erschwert wird. Allerdings ist der Cluster-Kopfschmerz die einzige primäre Kopfschmerzkrankheit, die überwiegend bei Männern auftritt. Zusätzlich ist die Krankheit durch einen übermäßigen Bewegungsdrang gekennzeichnet, der bei Migräne nicht beobachtet wird.