Alternative Vorbeugung
Zahlreiche alternative nichtmedikamentöse Verfahren zur Behandlung oder Vorbeugung von Kopfschmerzen, etwa Akupunktur, Biofeedback oder Massagen, die beispielsweise für Migräne oder Kopfschmerz vom Spannungstyp hilfreich sein können, nehmen keinen positiven Einfluss auf den Clusterkopfschmerz. Patienten dieses Kopfschmerztyps sollten daher nicht unnötig Zeit in das Ausprobieren der in anderen Fällen durchaus empfehlenswerten alternativen Behandlungsmethoden investieren.
Wer Clusterkopfschmerz vorbeugen will, der sollte unbedingt auf Alkohol oder Nikotin zu verzichten, da diese in Verdacht stehen, Clusterattacken zu begünstigen.
Clusterkopfschmerz vorbeugen - mit Medikamenten
Clusterkopfschmerzen sind in ihrem Auftreten plötzlich, kurz und zugleich sehr heftig. Eine Therapie, die den von Patienten als besonders grausam empfundenen Schmerzen vorbeugt, ist vor allem Betroffenen zu empfehlen, die sehr häufig von Clusterattacken ereilt werden. Medikamente zur Prophylaxe sollten in jedem Fall zusammen mit den Medikamenten zur akuten Schmerzbehandlung, beispielsweise Sumatriptan, eingenommen werden können. Das oft zur Vorbeugung des episodischen Clusterkopfschmerzes eingesetzte Ergotamin erfüllt diese Forderung nicht. Aufgrund des großen Behandlungserfolges bei episodischem Spannungskopfschmerz wird Ergotamin trotz erheblicher Nebenwirkungen verschrieben. Die Kombination von Ergotamin und Sumatriptan muss aber ausgeschlossen sein, denn die Gefahr von Gefäßverschlüssen erhöht sich. (Koronarspasmen) Verapamil kommt hingegen als prophylaktisches Mittel infrage, das auch langzeittherapeutisch eingesetzt werden kann.
Patienten mit chronischem Clusterkopfschmerz können ebenfalls auf Verapamil zurückgreifen. Von Ergotamin sollten diese allerdings die Finger lassen, da bei einer Langzeitbehandlung schnell ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz auftreten kann.