Der Clusterkopfschmerz gehört zu den primären Kopfschmerzarten. Die Schmerzattacken sind bei dieser Form sehr stark ausgeprägt und äußern sich überwiegend im Bereich der Schläfe und der Augen. „Cluster“ (Büschel, Haufen, Anhäufung) bezeichnet die Besonderheit der Kopfschmerzart, in bestimmten Perioden vermehrt aufzutreten. Zwischen den einzelnen Schmerzphasen kommt es allerdings vor, dass monate- oder auch jahrelang keine Beschwerden bestehen.
Ablauf des Clusterkopfschmerzes
Ein Cluster-Kopfschmerzanfall dauert meistens zwischen 15 und 180 Minuten an. Oft beginnt die Kopfschmerzen direkt nach dem Aufwachen. Doch nicht nur in den Morgenstunden meldet sich der stechende oder bohrende, meist einseitige Kopfschmerz in der Stirn-Schläfen-Region. Viele Patienten berichten gleichsam vom Einsetzen der quälenden Schmerzen in der Mittagszeit oder zwei Stunden nach dem Einschlafen. Die Häufigkeit der Attacken ist sehr unterschiedlich. So können zwischen zwei Anfällen bis zu zwei Tage vergehen, doch leider treten sie bei einigen Patienten bis zu acht Mal am Tag auf. Bei einem Großteil der Patienten befindet sich der Schmerz stets auf der gleichen Seite. Die Schmerzen werden als bohrend, reißend und brennend beschrieben. Im Gegensatz zu Migränepatienten, die während ihrer Krankheit Licht und Lärm vermeiden und sich ins Bett zurückziehen, zeigen die Clusterkopfschmerzbetroffenen einen erhöhten Bewegungsdrang. Sie laufen in der Gegend herum oder schaukeln mit dem Oberkörper.
Die Schmerzen vom Typ Clusterkopfschmerz treten meistens mit zusätzlichen neurologischen Begleitstörungen auf, die diese Kopfschmerzform unverkennbar machen. So kommt es mit nur wenigen Ausnahmen in Verbindung mit der Krankheit zu einer geröteten Bindehaut des Auges oder zu einem tränenden Auge, allerdings nur auf der Kopfseite, in welcher der Schmerz lokalisiert ist. Des Weiteren berichten Patienten von einem Lidödem, einer verengten Pupille und einem hängenden Augenlid. Auch können sich die Schmerzen auf Nase und Stirn auswirken und die Nase kann laufen oder verstopft sein.
Vorkommen
Der Clusterkopfschmerz tritt in der Regel zwischen dem 28. und 30. Lebensjahr bei Menschen auf. Das Aufkommen dieser Kopfschmerzart bei Kindern ist vernachlässigend gering. Unter den Clusterkopfschmerzpatienten sind deutlich mehr Männer als Frauen. Etwa 80 Prozent der Patienten sind männlich.