Bei einer Computertomographie oder auch CT genannt, werden Röntgenaufnahmen aus vielen verschiedenen Richtungen gemacht, um ein dreidimensionales Bild des Körpers oder eines bestimmten Abschnittes zu erzeugen. Das Verfahren wird aus diesem Grund auch als schnitt-bildgebendes Verfahren bezeichnet.
Funktionsweise
Bei den herkömmlichen Röntgenaufnahmen wird die betreffende Stelle des Körpers mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Da Gewebe, Organe und Knochen aus unterschiedlichen Elementen bestehen, die wiederum verschiedene Ordnungszahlen vorweisen, haben alle eine unterschiedliche Dichte. Treffen nun Röntgenstrahlen auf Gewebe, Knochen und Organe, werden die Strahlen je nach Dichte dieser Teile in einer hohen beziehungsweise niedrigen Intensität durchgelassen und treffen auf die dahinterliegenden Sensoren. Diese Abschwächung wird in unterschiedlichen Grauabstufungen als Bild dargestellt. Hier ist aufgrund der Dichte nur der Unterschied zwischen den einzelnen Körperteilen zu erkennen, nicht jedoch, wie dick die einzelnen Strukturen sind.
Bei einer Computertomographie wird jedoch ein dreidimensionales Bild ermöglicht, das die Sicht auf Dichte und Dicke von Körperteilen zulässt. Hierbei werden viele einzelne Querschnittsaufnahmen gemacht – die nicht erfasste Volumenstruktur wird durch den Computer rekonstruiert. Durch die Einzelschnitte wird somit eine 3D-Rekonstruktion möglich. Aus diesem Grund wird das CT auch als schnittbildgebendes Verfahren bezeichnet.
Geschichte
Die Vorarbeit für einen CT-Scan lieferte der Physiker Allan M. Cormack in der Zeit von 1957 bis 1963. Die Herstellung des ersten Prototypen übernahm daraufhin Godfrey Hounsfield, ein Elektrotechniker. Angewendet wurde die Computer-Tomographie jedoch erst 1971, da im Vorfeld Studien an Tieren vorgenommen wurden, um die Verträglichkeit der Strahlen auf den Organismus zu testen. Beide erhielten für diese Erfindung 1979 den Nobelpreis für Medizin.
Anwendung
Die Computer-Tomographie kann in verschiedenen Arten angewendet werden:
Ablauf
Bei einem CT-Scan legt sich der Patient flach - auf dem Rücken liegend - auf eine Liege, die anschließend in das Gerät hineinfährt. Nun werden die Aufnahmen gemacht, wobei sich der Patient ruhig verhalten muss, damit die aufgezeichneten Bilder gelingen. Je unruhiger der Patient liegt, desto länger dauert die Prozedur. Ein normaler Vorgang kann drei bis 15 Minuten dauern, abhängig von der Größe der zu durchleuchtenden Fläche.
Risiken
Zwar ist die Untersuchung schmerzfrei, jedoch kann eine zu häufige Belastung durch die Röntgenstrahlen zu Mutationen und damit zu Krebs führen. Auch können Panikattacken bei Menschen, die unter Klaustrophobie leiden, ausgelöst werden. Hierzu bieten sich Alternativen an.
Alternativen
Eine Alternative zur Computertomographie bieten Ultraschalluntersuchung, Herzkatheter-Untersuchung sowie die herkömmliche Röntgenaufnahme oder Magnet-Resonanz-Tomographie, die ohne Röntgenstrahlung arbeitet.