Crack wird aus Kokainsalz und Natriumhydrogen-
carbonat (Natron) hergestellt, wobei beim Herstellungsprozess die Substanzen miteinander vermischt und erhitzt werden. Die beiden Stoffe verbinden sich und werden danach schlagartig abgekühlt. Das Resultat sind kleine Kristallkörner – auch Rocks genannt. Die Crackklumpen werden beim Konsum in einer Crackpfeife auf mindestens 96 Grad erhitzt, wobei ein knisterndes Geräusch entsteht. Von diesen knackenden Lauten hat die Droge ihren Namen. Beim Erhitzen der Rocks verdampfen diese und die entweichenden Dämpfe werden über die Pfeife inhaliert.
Wirkung von Crack
Die Wirkung von Crack ist abhängig von der Menge der konsumierten Droge und der physischen Verfassung des Konsumenten. Die Folgen des Crackkonsums ähneln denen von Kokain sehr, sind jedoch stärker ausgeprägt. Da Crack über die Lunge weitaus schneller aufgenommen werden kann, als Kokain über die Nasenschleimhaut, wirkt die Droge rasend schnell. Bereits nach acht bis zehn Sekunden erreichen die Substanzen durch die Blutbahn die Nervenenden des Körpers und des Gehirns und sorgen so für einen Rauschzustand. Der Konsument erlebt einen Zustand vollkommenen Glücks und Euphorie, fühlt sich wacher und leistungsstärker und verspürt ein starkes sexuelles Verlangen sowie ein gesteigertes Redebedürfnis. Weitere Effekte von Crack sind Paranoia, Hautjucken, betäubte Schleimhäute, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit und erhöhter Blutdruck, der bei Überdosierung sogar zum Infarkt führen kann.
Gefährlichkeit von Crack
Der Rauschzustand hält allerdings nur ungefähr fünf bis zehn Minuten an, zudem kann es innerhalb dieser kurzen Zeitspanne zu aggressivem Verhalten, Wahnvorstellungen und schizophrenen Zuständen kommen. Der Rauschzustand endet abrupt und wandelt sich schnell von der anfänglichen Euphorie zu einem psychischen und physischen Verfall mit depressiven Verstimmungen. Der Konsument verspürt das starke Verlangen nach einem weiteren Rausch. Es ist gerade dieses Phänomen, welches Crack so gefährlich macht, denn die Gefahr einer Abhängigkeit ist bei Crack so hoch wie bei keiner anderen Droge.
Risiken
Die Risiken beim Konsum von Crack reichen von körperlichen bis zu psychischen Schädigungen. Da Crack verbrannt und inhaliert wird, können Aschereste zu Schädigungen der Lunge und der Atemwege führen. Die sogenannte Crack-Lunge kann darüber hinaus zu Sauerstoffmangel im Blut oder in schweren Fällen zum Blutspucken führen, das infolge einer Lungenblutung auftritt. Wird Crack während der Schwangerschaft konsumiert, kann es durch die gefäßverengende Wirkung der Droge zu Missbildungen und Lähmungen des Neugeborenen kommen. Selbst bei einmaligem Konsum drohen Psychosen, Halluzinationen und die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit, aber auch Herzrhythmusstörungen und Erschöpfungszustände können die Folge sein.
Wird die Droge über eine längere Zeitspanne konsumiert, können Depressionen, paranoide und schizophrene Zustände, Leberschäden, Impotenz und Charakterveränderungen die Folge sein.