Das sogenannte Cushing Syndrom ist auch eine häufige Ursache von Übergewicht und wird durch einen erhöhten Cortisolspiegel im Blut ausgelöst. Es wird zwischen exogenem und endogenem Cushing-Syndrom unterschieden. Das exogene Cushing-Syndrom kommt häufiger vor und entsteht durch längerfristige Einnahme von Kortison. Das endogene Cushing-Syndrom wird hingegen durch eine Überproduktion des Hormons Cortisol in den Nebennierenrinden hervorgerufen.
Wie entsteht das Cushing Syndrom?
Die Einnahme von Cortison in hoher Dosierung, die häufig das exogene Cushing-Syndrom zur Folge hat, dient der Entzündungshemmung nach Organtransplantationen oder bei Autoimmunerkrankungen. Eine überhöhte Cortisolproduktion, die das endogene Cushing-Syndrom nach sich zieht, wird beispielsweise durch Nebennierenrinden-Tumore verursacht. Diese Tumore können durch starkes Wachstum der Nebennierenrinde entstehen. Auch andere Krebsformen wie zum Beispiel Lungenkrebs, fördern Hormone, welche die Produktion von Cortisol antreiben.
Erkennungsmerkmale des Cushing-Syndroms
Erkannt wird das Cushing-Syndrom oft erst nach einigen Jahren, da sich die verschiedenen Symptome über einen längeren Zeitraum entwickeln. So sammelt sich in unterschiedlichen Bereichen des Körpers vermehrt Fettgewebe an. Auch Muskelschwund ist eine Folge der Krankheit, die zusätzlich einen Kraftverlust mit sich bringt. Häufig sieht man auch das sogenannte „Mondgesicht“, welches durch seine runde Form und stetige Errötung hervorsticht. Zudem kann eine erhöhte Fettsammlung zwischen den Schultern entstehen, der sogenannte „Büffelnacken“. Bei Kindern treten sogar Wachstumsstörungen auf. Darüber hinaus wird das Risiko auf Fettleibigkeit erhöht. Die Fettansammlung in den verschiedenen Zonen des Körpers verursacht natürlich eine zusätzliche Gewichtszunahme. Aus dem Cushing-Syndrom kann ebenso das Aussetzen der Menstruation resultieren. Betroffene Männer hingegen klagen nicht selten über Potenzprobleme. Zudem ist es möglich, dass sich das Syndrom in Form von Akne äußert.
Dem Cushing Syndrom entgegenwirken
Wenn eine Behandlung mit Cortison erfolgreich beendet wurde, sollte das Mittel nach und nach abgesetzt werden, was in der Regel eine Rückbildung des Cushing-Syndroms mit sich bringt. Wenn ein Ende der Therapie noch nicht in Sicht ist, sollte eine niedrigere Dosierung in Erwägung gezogen werden. Häufig erzielt diese ebenso therapeutische Erfolge. Falls das Syndrom infolge eines Tumors an der Hirnanhangsdrüse (Hypophysentumor) entstand, ist es sehr wichtig, diesen entfernen zu lassen. Durch diesen Eingriff kann es zu einer eingeschränkten Funktionsfähigkeit der Nebennieren (Nebenniereninsuffizienz) kommen, wodurch die Nebenniere nicht mehr die nötige Menge an Hormonen herstellen kann und diese daher extra eingenommen werden müssen. Verläuft eine Operation nicht erfolgreich oder behindern andere Gründe einen Eingriff, kann auch eine Bestrahlung der Hirnanhangsdrüse über vier bis sechs Wochen vorgenommen werden. Wie der Hypophysentumor sollten genauso Tumore der Nebennierenrinde entfernt werden. Falls es bei einer solchen Operation zu Problemen kommt oder sie nicht durchgeführt werden kann, besteht die Möglichkeit, Medikamente einzunehmen, welche die Bildung von Cortisol reduzieren.